FWC - Der Musikreview Podcast

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Transkript

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00:00:00: Mich unterhält es einfach zu sehr.

00:00:02: Eine der Rap-Fomulierungen des Jahres.

00:00:05: Dann kommt auch ein ironischer kultiger Song Die

00:00:08: ekelhafte Kampagne zum neuen Materia Album.

00:00:10: Wie Alexander Markus sagen würde

00:00:12: Ich werde echt mit dieser Hook nicht warm

00:00:14: Und vielleicht beleide ich auch mal Wolfgang M. Schnitt.

00:00:24: Hallo und herzlich willkommen zum FWC.

00:00:26: Mein Name ist Jan und bei mir ist Erik.

00:00:30: Und heute reden wir über einen altbekannten Rapper, Grimm-Einhundertvier, No Country for Old Grim.

00:00:35: Wir haben schon über Imperium gesprochen!

00:00:37: Wir haben das grauen, das grauern auch besprochen und zugezogen.

00:00:41: maskulinalm haben wir auch besprochen und jetzt mit No Country For Old Grimm geht es in der Grimmgeschichte weiter und man stellt sich natürlich die Frage wo ist er gerade?

00:00:49: Wir haben ... Das letzte Projekt nicht besprochen.

00:00:51: glaubt weil Zeitpunkt hat nicht so ganz gepasst aber haben wir ja auch sehr gefeiert.

00:00:56: da waren auch einige Tracks drauf die ich sehr spannend fand irgendwie eine neue Perspektive gegeben haben.

00:01:02: Und deshalb hatte ich natürlich wieder Vorfreude und habe auch viele Singles gehört, und dachte mir jedes Mal, ah das ist ja genial!

00:01:07: Mantra war auch noch in den Songs des Jahres bei mir.

00:01:10: Das ist ja sehr genial.

00:01:11: Und dann kommt dieses Intro New Country vor Old Grimm.

00:01:14: was erwartet mich?

00:01:15: Und dann kommen direkt so ein düsteres Brett rein, was sehr viel Stimmung setzt und meine Stimmung extrem runtergezogen hat... Geht schon los mit der ersten Zeile.

00:01:26: Vielleicht steppe ich dann doch nicht mehr im Bett, sondern im Matsch und Regen.

00:01:29: So ein Album zu starten ist natürlich jetzt... Nicht der Enbegriff der guten Laune aber vielleicht das was irgendwie die Zeit auch so'n bisschen hergibt dass man sich dieses Gedanken macht von wegen ja Es kommen, wie ihr auch daher beschreibt.

00:01:41: Kriegsgrenzen kommen näher, Konflikte kommen nähere.

00:01:44: Es werden auch Konflikte, die eigentlich lokal gesehen, geografisch gesehen weit weg sind aufgemacht mit Gaserkonflikt-Hermasangriff, werden rausgebrüllt.

00:01:53: und parallel dazu während das rausgebracht wird ist ein total sphärischer fast schon verträumter Beat der aber immer unterbrochen wird durch diese ... Und diese drei Ebenen, die hauen so rein.

00:02:05: also ich glaube wenn der Beat auch hart wäre würde das gar nicht Intensiv sich anfühlen und so ja auch fast schon so übermenschlich schwer.

00:02:13: Ja, sich anfüllen das hat bei mir sehr gut funktioniert und ich war sofort in diesen Geschichten die da aufgemacht sind wie drin Und dann auch so die Sprünge, die er da macht.

00:02:25: Also einerseits ist es ein Sample oder ist das reingesungen?

00:02:28: Ich weiß nicht, ich kann's auch nicht genau verstehen, was der gesagt wird.

00:02:31: Ich hab's versucht rauszufinden und hab's nicht gefunden.

00:02:33: Aber allein schon von der Stimmlage, was da passiert ... Das gibt doch noch mal einen kurzen Hoffnungsschimmer oder so'n Lass-Es-Gutsein.

00:02:41: Es bringt nichts sich dagegen anzustellen.

00:02:43: Beides ist irgendwie drin, dass auch was Schönes halt.

00:02:46: aber ohne Verstehen fühlt es sich warm an.

00:02:49: Dann gehts aber direkt wieder in die ... Wir sind quasi in der ersten Strophe hier so weit.

00:02:54: entfernten Themen, auch wenn sie einen persönlich betreffen können.

00:02:56: Aber die sind noch nicht da.

00:02:57: und dann in der zweiten Strophe sind wir aber im klassischen Grimmbildern mit.

00:03:01: in der U-Bahn ist stinkt.

00:03:03: Und es stinkt nicht nach guten Sachen sondern das ist halt einfach irgendwie die Armut, der Drogenmussbrauch.

00:03:08: Das ist alles hier gerade umgibt mich und ich bin's leid und lasst mich trotzdem dann irgendwie verarschen von irgendwelchen TikTok Geschichten wo ich dann so ein viral Sandwich essen gehe und parallel dazu aber sauer auf die DDR und die BS.

00:03:24: und das klingt alles so komisch zusammengewürfelt, wenn ich das jetzt runterbreche.

00:03:28: Und so ist es irgendwie auch aber trotzdem logisch.

00:03:31: also gerade dieses dieser Sprung Er steht in der Schlange und denkt, scheiß DDR.

00:03:37: Das ergibt so viel Sinn wenn man's hört aber es ist eigentlich ein wilder Sprung.

00:03:41: Und dann auch wieder zurück zur BRD und dann auch zu den Fronten näher denn je.

00:03:45: das ist halt so ein Ding was mir gibt das klingt so dumm Aber mir gibt dass sehr viel.

00:03:50: ich hab da sehr viel Spaß mich da reinzudenken und mitzufühlen berührt mich auch.

00:03:55: Und jetzt gar nicht so, dass ich alles nachempfinden kann was Grimm immer auf seinen Songs erzählt.

00:04:00: aber dieses Intro und dieses O-Machtsgefühl in der aktuellen Zeit das hat er sehr gut eingefangen.

00:04:05: Das kann halt... Ich wüsste nicht wem ich das sonst anvertrauen würde im Deutschrap, da sich sage hey kannst du ein Song schreiben über den aktuellen Weltschmerz dem man hat?

00:04:13: Diese Überforderung und die ganzen Konflikte und dass man nichts machen kann.

00:04:16: Ich würd's Grim geben und es hat er hier unaufgefordert gemacht und das ist für mich sogar das beste Intro auf einem Grimmalbum und so auch schon mal ein Introsong war.

00:04:25: Und ich fand die letzten Intros eigentlich immer ganz geil, also Abracadabra haben wir ja damit sehr gemocht.

00:04:31: Und auf das Grauen des Graunen war auch ein wunderbares Intro.

00:04:34: aber ich find' dass es wirklich als ganzer Song.

00:04:37: so einen Impact hätte ich zu Beginn nicht erwartet.

00:04:41: Ich bin sogar noch ein Stück weitergegangen.

00:04:56: Ich hab mir gedacht, ich weiß nicht, wann ich zuletzt im deutschen Rap so ein packendes Intro gehört habe.

00:05:01: Also vermutlich irgendeins der richtig Konzept-Konzept-Chemo-Intros oder so.

00:05:07: Aber sonst ist es wirklich so dicht und intensiv.

00:05:10: Es ist sofort da diese Atmo und mittendrin Grimm, der wirklich korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

00:05:16: Aber ich hab dir nie so gallig keifen gehört!

00:05:18: Also das ist Teil seiner Brand, dass er gerne mal schreit auf Tracks aber so kehlig und wütend ... habe ich ihn, glaube ich vorher noch nie gehört.

00:05:26: und all das halt vor diesem apokalyptischen Backdrop von Deutschland rüstet sich erstmalig wieder auf.

00:05:32: Konflikte rücken näher dystopische Stimmung wohin man blickt.

00:05:36: Und da dann halt ihn so durchschneiden zu hören mit seiner Stimme, dass tut weh.

00:05:40: und gleichzeitig tut es sehr gut wenn man halt jemanden hat der ist raus schreit.

00:05:44: also das ist ein bisschen die beiden Wirkung die der Song gleichzeitig auf mich hat und es ist aber auch gleichzeitig nicht unterkomplex.

00:05:51: geschrieben würde ich jetzt bei ihm sowieso nicht von ausgehen, aber so dieses Aufzählen des dystopischen Settings ist ja das eine.

00:05:58: Aber mittendrin dann noch so Acknowledging, dass es kein Anti-War Song den jetzt irgendwie bequem auf eurer Antikriegsstudiedemo Gathering laufen lassen könnt, sondern auch da wird der anecken und die eigene Rolle anerkennen.

00:06:13: bis also in diesem zweiten Partner diese Gegenüberstellung Die Stadt leckt sich die Lippen nach Menschen Strandgut.

00:06:19: Also allein diese Formulierung Und ich leck mir die Lippen nach diesem viralen Hype-Food, um mich im Internet selbst darstellen zu können.

00:06:27: Darüber dann halt diese geile Brücke, die du auch schon erwähnt hast, das eine meiner Lieblingstextlichen Momente zu bauen mit Stundenlang für Essen anstehen wie in der scheiß DDR und dann zur scheiß BRD und Frontenrück näher.

00:06:39: Dann hat er ... Die nächste Zeile beginnt irgendwie mit kalten Nächten was nach der Aufziehung der ehemaligen Teile eines getrennten Deutschlands nicht zufällig an den Kalten Krieg erinnert vermutlich Äh, und wie wir wieder in ähnliche globalpolitische Situationen schlittern mit reisenden Spannungen.

00:06:57: Wie ich ganz bilingual ankündige... Und das ist halt nochmal irgendwie ein Step weiter so krass verknüpft alles ebisch untermalt von Envy Moto der auch schon ganz viele ZM Classics zu verantworten hat als auch das Producer Rasta das könnt ihr euch schon mal merken ist auf dem album wieder krass.

00:07:13: und dass dann zu beenden auf wir marschieren einer großen mitternacht entgegen.

00:07:19: Und ich habe das gegoogelt weil ich dachte, dass es irgendein weltliteratur zitat kann auch sein dass es an irgendeins angelehnt ist aber so in dem wortlaut kommt halt nur dieser song und es klingt halt wirklich wie ein zitat aus so einem Klassiker der Vor-Weltkriegsliteratur.

00:07:34: Und man kann nur hoffen, dass Grimm nicht im Nachhinein genauso eingeordnet werden muss.

00:07:38: aber es ist auf jeden Fall ein Intro des Nachhalt und für mich jetzt schon eins der besten Intros des Jahres.

00:07:44: Ja vor allem dieser Mitternacht entgegen und das letzte Album war ja durch die Nacht.

00:07:48: also das hatte da ja noch was so Träumerisches und auch was Topisches an vielen Stellen.

00:07:54: aber obwohl es nun eine Mitternachts ist und man könnte das dann weiter spannen und sagen ja dann kommt er nächste Morgen ist so düster dargestellt.

00:08:02: Und auch, was ja noch ein Thema auf dem Album wird mit ... Es gibt kein Gott, der uns rauszieht und keine Farbe oder sowas.

00:08:10: Es gibt nichts, was da irgendwie auf uns wartet.

00:08:12: Wir müssen jetzt damit klarkommen wie es ist.

00:08:16: Das ist glaub ich auch ein wichtiges Motiv für vieles, was später auf den Album kommt.

00:08:22: Auf Mantra eher weniger würde ich sagen.

00:08:24: Bei Mantra sind wir dann doch ... Wir sind hier im Deutschen Rap angegriffen Dieses Mal und das ist ein häufiges Thema für Grimm ja auch.

00:08:32: Und da steht er schon so bisschen zwischen den Stühlen mit ehemaliger ZM-Karriere, die dann doch eine Zeit lang zumindest recht groß war... ...dann solche Projekte, Ich meine, das ist schon ein Nischenalbum.

00:08:44: Wobei die Fanbase ja da ist also jetzt Tourist ja schon doch an weitestgehend ausverkauft was im Deutschland aktuell auch selten der Fall ist leider.

00:08:52: aber hier wird diese zwischen den stühlen Haltung und dieser Anti-Haltung zur Musikindustrie auf jeden fall wieder mantraartig zementiert.

00:09:00: Ich hab's schon letztes Jahr sehr gefeiert, also wer unseren Jahresrückblick noch nicht gehört hat.

00:09:04: Der wird diesen Track in einem der Top-Platzierungen im Jahr finden und ich fand das unfassbar geil.

00:09:10: wie dieser Beat Energie aufbaut, wie mit Stimme gespielt wird dieses Peep-Peep von den Boller Patern die explodieren was auch nach diesem Intro irgendwie nochmal härter kommt weil... Wir eben noch diese Grausamkeit und auch die Sprache, die alles so schlimm macht.

00:09:26: Und dann halt im nächsten Check, wo er quasi sich und sein Verhalten mit diesem Manifekt ja auch Anschlag, auch wenn es ein sehr gezielter war, gleichstellt.

00:09:36: Zumindest das Bild davon bemüht das Gleichstellen natürlich nicht.

00:09:38: Das sind irgendwie so geile kleine Spielereien, die in dem Observiert von Nancy Faeser-Moment rübergehen.

00:09:45: Da ist der Flowwechsel also einer der krassesten Stellen ... auf einem Song, wenn ich so drüber nachdenke in den letzten Jahren.

00:09:54: Wo ich den Aufbau geil finde und diesen PP-Moment geil finde ... Und dann den Flow noch besser!

00:10:16: Und vor allem ist das ja auch eine Anspielung auf einen, wie ich finde, rap-historischen Moment an dem ich live beteiligt war.

00:10:23: Ich stand damals vorm Brandenburger Tor und hab gesehen, wie Grimm-Einhundertvier und Testo bändig wieder Krieg vor Frank-Walter Steinmeier und Merkel gespielt haben und vor hunderttausend Menschen plus, minus die maximal verwirrt waren.

00:10:38: Es war für mich ein zufälliger Moment da zu sein, weil ich eigentlich zu einem anderen Konzert wollte... ...und dann dachte ich, ach cool!

00:10:43: Da ist ein Event.

00:10:44: Ich natürlich genauso wie ich bin hatte von diesem... Ich wusste zwar irgendwann aus dieser Jahrestage aber ich habe da jetzt nicht dran gedacht, ah ja, ich bin in Berlin und das ist ja genau da.

00:10:52: Gehe da spontan hin, sehe dieses verwirrende Konzerte, hab es natürlich sehr gefeiert.

00:10:57: Hab aber auch gemerkt und war im Begleitung meiner Mutter,... ...die mit zugezogenen Maskelen nicht viel anfangen kann bzw.. Kein Grollhägt, aber auch jetzt kein... Also wenn ich sage ja hast du endlich wieder Krieg gehört dann wüsste sie es nicht was ich meine.

00:11:10: Schade!

00:11:11: Ja

00:11:11: schade, jetzt weiß ich's.

00:11:12: Jetzt ist hier informiert.

00:11:14: Musst dich nämlich auch ein bisschen aufklärerisch helfen weil der Song auch damals live natürlich auch mit Absicht aber auch wirklich massiv filv interpretiert wurde von den meisten weil auch akustisch kaum verständlich außer endlich wieder krieg.

00:11:27: Großartiger Auftritt damals und jetzt irgendwie noch mal geiler eingebunden in diesen Song.

00:11:32: Weil dieses Bild, das nennt sie Faser, Grimm-Einhundertvier observiert... Es ist fantastisch!

00:11:37: Das sind Spielereien die dann schon wieder auf so einer nicht so düsteren Ebene sondern dass es schon lustig, obwohl's nicht lustig vorgetragen wird.

00:11:46: Er finde ich kranios und ist auch ein absolutes Live-Brett.

00:11:50: Und natürlich weil er sich durchs ganze Album zieht.

00:11:54: Dieses Verhältnis zu Musikindustrie, zu Majors Wohin führt diese Anti-Haltung, die man hat und aber auch nicht immer hatte?

00:12:04: Weil das ist ja schon so.

00:12:06: Also ZM wurde ja relativ groß gepusht dann auch und war ja eine Zeit lang dann zumindest quasi das Nachfolgealbum zu Altes brennt.

00:12:15: War dann der Versuch irgendwie noch mehr die Leute zu erreichen außerhalb dieser eigentlich schon recht großen Bubble.

00:12:22: Aber irgendwann ist Grimm ja in diese Anti Haltung oder in diese... ... in dieses Gegen-Symbol zu dieser schnelllebigen Musikindustrie geworden, zumindest in einer gewissen Nische.

00:12:32: Und das wird hier voll ausgekostet.

00:12:34: aber ich find's auch... Es ist halt spannend weil es schon irgendwie so dazwischen also eher als Art ist es auch echt dazwsichen.

00:12:39: Das spielt diese Song auch irgendwie wieder und da spiegt das ganze Album später noch viel Dollar wider wo man seinen Platz findet in der Industrie und gleichzeitig auch in dieser Kunst.

00:12:48: Aber das erstmal zum Mantra Top Song.

00:12:50: Am Endeffekt wird ja auch viel einfach biebiert ... gepenkt, also ist nicht alles so Megadieb.

00:12:56: Ja bei mir hittet er auch immer noch genauso wie als Single, wo wir uns ja auch sehr einig waren... ... der hat dieses Level an Excitement mindestens gehalten.

00:13:05: wenn ich sogar nochmal vergrößert... ... diese durch alle wegschrotende Silkersoft-Produktiones.

00:13:10: so derbe erst so.

00:13:12: Spannungsaufbau ist krass.

00:13:13: dann löst er die aber auch eins zu eins ein mit einem Riesenknall viele textische Highlights die du auch schon genannt hast.

00:13:19: Die Absilo und Fan Line lässt mich immer noch mindestens Schmunzeln bis Lachen.

00:13:25: Und dann auch so die Einordnung der Rap-Industrie und wie weiterhin mit Tätern wahnsinnig viel Geld gemacht wird, schnell verziehen wird, wenn denn auch die Kohle stimmt und man mit der Person Geld machen kann?

00:13:36: Die Line hatte ich in letzter Zeit sehr oft im Kopf als ich ... die, sag mal, mindestens ekelhafte Kampagne zum neuen Materia Album Ungewollt auf der Timeline hatte.

00:13:46: Da war doch auch irgendwas.

00:13:48: Bin noch sehr vergesslich.

00:13:50: War weit weg ne?

00:13:51: Ja!

00:13:52: Und auch rap technisch ist das ein super unterhaltsamer Song.

00:13:55: Also die Line, die du hervorgehend hast auf jeden Fall aber auch so diese Hänkers Mahlzeitpassage ist insane.

00:14:01: also wir so neben diesen ganzen kritischen Einbetten in Lines und so auch so'n Bild drin ist was gerne mal untergehen kann Aber dieses Vor seiner Hinrichtung ist er das ganze Schafott und den Henker mit.

00:14:14: Das ist einfach irgendwie so ein martialisches Bild, was auch noch mal diese mythologischen Graf Grimmie-Vibes wieder hoch holt und mit diesem

00:14:22: Ja ja ja

00:14:23: auch einfach geil einschieben ist also wie du sagst hoher Druck, den ganzen Song über der nie abreißt und immer mit Instrumental und Text nachlegt.

00:14:32: Und das ist eigentlich... Der ganze Song ist ein einziges angriffslustiges Energie-Peak!

00:14:52: Und vielleicht noch ganz kurz zu dieser Absilonlein.

00:14:54: ich finde die auch irgendwie total spannend weil dir.

00:14:57: Sie ist kein direkter Diss oder so aber sie hat ja schon durch die Erwähnung überlegt man so ein bisschen Ja, ist da vielleicht was off in der Verhältnis zudem?

00:15:06: Was absolut für Musik macht und den Menschen die Absilon hören.

00:15:09: Ich glaube das halt die.

00:15:11: du hast ja nicht gesagt dass es Kritik um ihren Absilon isst Aber ich glaube, dass es halt einfach sehr anschlussfähige Art und Weise ist postmigrantischen Schmerz aufzuarbeiten.

00:15:21: Und irgendwie im ZDF-Magazin... ... royal, wie heißt denn das gerade?

00:15:26: Ich hab das ja gar nicht geguckt.

00:15:27: Aufzutreten und irgendwie... Ja, ploppt so!

00:15:30: Und dass es ein einfacher Künstler ist für Leute zu droppen die halt das Image bewahren wollen, dass sie sich sehr krass mit diesen Themen auseinandersetzen, ich höre ja Absilon.

00:15:40: So'n bisschen richtig gewesen,

00:15:41: ja.

00:15:41: Genau genau.

00:15:42: Das meine ich ja also quasi die Fanbase gar nicht, was man denkt wen Absilon anspricht.

00:15:48: Also ich glaube es gibt viele, die eben diese Geschichte biografisch überhaupt nicht haben aber sich zu sehr dafür abkühlten, dass sie das ja auch verstehen.

00:15:58: Also, das kommt mir schon manchmal so vor.

00:15:59: Im einen oder anderen Artikel und ja ... Das nur dazu!

00:16:03: Zu wichtigeren Themen, Immobilien.

00:16:06: Ich muss sagen, in Lübars war für mich kein Begriff.

00:16:08: Krass.

00:16:08: Da merkt man, dass ich dann doch zu weit weg bin von Berlin.

00:16:11: aber schön Randbezirk grün.

00:16:13: Man ist trotzdem noch an der Stadt dran.

00:16:15: Es finde ich sehr spannend weil also es, ich glaube jeder in so Großstädten kennt diese Randgebiete wo die wirklich reichen Menschen leben In ihren wirklich sehr großen Höfen und Häusern, es hat was Faszinierendes.

00:16:28: Also ich hab das hier in Bonn auch da gibt's Bad Godesberg ist natürlich auch ein Kurbad.

00:16:32: Und wenn man da so durch die Straßen geht denkt man einerseits ihr seid ja irgendwie gar nicht in der Stadt.

00:16:36: aber das ist ja auch genau der Sinn.

00:16:37: also wir sind ja die Depen den der Stadt leben Die denken dass wäre das Ziel.

00:16:41: Aber nee man muss eine Stadt rannt.

00:16:43: Das finde ich interessant weil man halt also grimm schafft immer über Stadt Dinge zu sprechen.

00:16:50: und wie ist so das Gefühl in einer Stadt oder auch das Gefühl auf einem Dorf.

00:16:54: Aber dieser Randbezirk, also ich habe bei Grimsongs meistens das Gefühl... Es wird so in diese Dorfrenner besprochen, da wo gar nichts mehr ist.

00:17:02: Aber jetzt ist zum ersten Mal dieses Reichtumsrand der da so beschrieben wird und das auch als offenes Ziel erfüllt dahin.

00:17:10: Und es ist glaube ich nicht nur ironisch sondern einfach dass es ist so man möchte am Ende dahin wo die hingehen dies irgendwie wirtschaftlich geschafft haben.

00:17:20: Das ist in dem Fall halt der schöne Vorort von Berlin wo man weit weg ist von den Problemen der Stadt aber trotzdem noch Zugang hat zur Stadt.

00:17:28: perfekte Dinge.

00:17:29: und vor allem kommt da ja auch so ein bisschen diese Elternperspektive rein von Grim, die wir mal angedeutet bekommen haben auf früheren Alben.

00:17:38: Aber also da wo er dann mit seinen... mit seinem Kind auf dem Spielplatz ist und dann aber auf einem Ohr irgendwie Rapbeats hört.

00:17:45: Und halt diese Ebene, ich find's hier noch mal so konkreter dass Sachen die vielleicht in unserem Alter weglächelt sind wieder Spritzen aufm Boden.

00:17:55: Ja gut das ist irgendwann wenn man Kinder hat nicht mehr so cool weil das schwer zu vermitteln ist und es auch einfach nicht gesund.

00:18:04: Man muss halt aufpassen Und das natürlich dann dieses Bild von diesem Raus aus der Stadt und trotzdem noch dabei sein, finde ich irgendwie geil.

00:18:12: Das ist auch einfach ein sehr guter Track so die ganze Geschichte mit dem es wird einem Mensch erschossen da wo ich eben noch einkaufen war.

00:18:20: Es wird doch immer dramatischer hier und das ist halt die Frage Ich bin Papa geworden, Perspektive und hab auf einmal so einen Schutzbedürfnis.

00:18:29: Oder ist es härter geworden?

00:18:30: Es kann beides sein.

00:18:31: Man weiß es nicht.

00:18:32: Am Ende egal, weil der Stand jetzt ist wie er ist.

00:18:35: Und dann wünscht man sich, obwohl die Kohle gar nicht dafür da ist eigentlich rauszugehen gleichzeitig aber eben nicht nur durch die Probleme in der Stadt sondern auch durch die andere Seite diese Hipster-Kultur ist wieder sehr groß.

00:18:49: Es wird über Bananenbrot gesprochen, über irgendwelche Yoga-Methoden.

00:18:53: Dinge wo man gar nicht so ... Wo er seine Figur gar nicht genau weiß, was genau ist jetzt Bora Bora?

00:19:01: Und das ist so schön beschrieben, weil man sich ja auch auf dieser Gegenseite, die sich abkapselt von all diesen Problemen in der Stadt, sich auch nicht wohlfühlt und auch nach Ausreden sucht da wieder weg zu gehen.

00:19:11: Man ist wahrscheinlich bei Elterntermin oder so Zeug.

00:19:13: So stell ich mir das vor, dass man dann schön zum Bananennbrot mit den anderen Papas spricht Und die aber auch, ja.

00:19:20: Also irgendwie man ist so ein bisschen zwischen den Stühlen und am Ende will man ja auch genau da hinten also zwischen Wiese und Großstadt.

00:19:26: Da wo es halt genau, wo man da halt irgendwie hinpasst und das finde ich ... Es ist halt wieder so geil geschrieben dass im Kern immer das ist bei ihm... Auch dieses Lüge beim Bananenbrot Das ist eine Formulierung, find' ich so weird!

00:19:40: Also in der Form wie so beim Café oder so?

00:19:44: Nee, beim Banananenbrott.

00:19:45: Das gibt schon so viel mit.

00:19:48: Vorstellungen in den Kopf.

00:19:49: Ja,

00:19:49: diese Stadt-Land-Diskrepanz da ist ja einfach auch kegend drin und es ist sein Kernthema.

00:19:55: doch auf diesem Album häufiger an verschiedenen Aspekten noch Thema.

00:19:59: aber wenn ihr das weiterhin so messerscharf seziert dann ist das noch lange nicht ausserzählt.

00:20:04: also wir sind da für mein empfinden noch weit weg von wenn es eben so gut gemacht ist wie auch hier gerade auch im Kontext dieses Albums was sehr der Verfall von Gesellschaft und Ländern schildert.

00:20:19: Passt es halt sehr gut, damit rein mit Formulierung wie die Gegend wird immer vercrackt oder alles zerbricht, alles zerfällt, fügt sich halt sehr ein wenn man auf dem ersten Song schon das Thema des verfallenen großen Ganzen aufmacht.

00:20:31: und dann ist hier so das Rangesumte die Mikroebene Und es wird aber nie zu erdrückend durch halt so ... sehr schwarz und morige Details wie halt diese zwei Schussgeräusche nach dem Mord... ...und dann die zwei Kassenscann-Geräusche, weil man in der Straße vorher bei Lidl war.

00:21:00: Genial!

00:21:01: Es geht um Details und auch so diese Wortwahl Diese krassen Wortschtafetten sind auch so perfekt.

00:21:08: Also dieses Spitty-Pittyspritzen-Splitter-Monatsende-Nudelnpesto in so sieben Worten ist halt ganz viel drin, alles was man braucht um die Umgebung und die Situation zu beschreiben... Und das klingt natürlich auch geil wenn er das so reinschreit!

00:21:21: ...und dann halt auch diese selbstironischen Referenzen mit Grimmy wo es die ZM Kohle hin Schiago kann Häuser kaufen.

00:21:28: warum hast du keine?

00:21:29: Warum wohnst du noch zur Miete?

00:21:31: Du warst doch auch mal gehypt.

00:21:32: So.. arrangierten Widersprüche halt in diesem zweiten Part, also einmal so verwahrlosene Gegend drum herum und halt dann die Juppies im Nachbarbezirk, den ganz anderes Leben leben.

00:21:44: Was irgendwie trotzdem innerhalb derselben Stadt stattfindet, sodass es irgendwie sehr gut getextet.

00:21:50: Kurze Randnotiz dazu noch ich habe das Albums erste Mal gehört auf einer Fahrt als sich mit Regios Only, also Deutschland-Ticket mäßig von Berlin nach Hannover gefahren bin.

00:22:00: Ich hab verschiedene Umstände aber ich wollte das auch einfach mal... ... probieren für einen Fall, wo man es mal machen muss.

00:22:06: Und das war okay!

00:22:07: Es lief tatsächlich recht gut... ... es hat alles funktioniert, es kam alles pünktlich.

00:22:11: aber ich bin dann halt in Bideritz umgestiegen oder in irgendwie ganz Sachsen-Anhalt Richtung Niedersachsen wieder rüber in diesem Kosmos zweimal umgestigen Und dann waren wir auch irgendwo im Umfeld von Magdeburg.

00:22:25: Auch bei dem Song hatte er diese Line keine Hobbys und kein Schachklub, nur ein Clubhouse von den Angels.

00:22:31: An dieser Haltestelle war quasi das alte Bahnhäuschen... ist so von einem Rocker Club angemietet.

00:22:36: Also du steigst halt an dieser Regio-Haltestelle um und das einzige Gebäude im Umkreis von weiß ich nicht, fünfhundert Metern ist halt wirklich so ein kameraüberwachtes Gitter an den Fenstern.

00:22:47: Trespassing Keep Out Rockerclub Atmos.

00:22:50: Und das halt genau als sich dieses Album zum ersten Mal gehört habe.

00:22:53: Ich weiß nicht ob es genau jetzt bei dem Verse war Aber das ist mir auch so krass hängen geblieben.

00:22:57: Und wenn man, was ihr sicherlich bestimmt auch alle gemacht habt, Lübars googelt, fand es auch funnier, dass ich in dieser Bildervorschau von Google ... musste ich sieben mal skippen, weil auf dem siebten Bild überhaupt erst ein Haus zu sehen war.

00:23:10: Davor halt nur so.

00:23:11: Pferde, Bäume... Das hat seinen Punkt auch noch mal so geil unterschrieben.

00:23:15: und letzte Sache dazu Ich habe auch eine Theorie was dieses Sample angeht.

00:23:20: Ich kann es nicht zu hundert Prozent verifizieren aber was man direkt am Anfang im Hintergrund warbern hört und was die ganze Zeit läuft das hat mich sehr krass erinnert an One Battle After Another Dieses Geräusch von diesem Gerät, was die haben um sich gegenseitig zu erkennen.

00:23:34: Wenn sie sich nähern.

00:23:35: Was hat ja auch so eine Melodie?

00:23:39: Ich werde das mal zusammen basteln hier für die Folge.

00:23:41: Aber da musste ich auf jeden Fall krass dran denken und es passt ja auch irgendwie total zusammen.

00:23:46: also immer zu dem dystopischen Setting aber auch so parallel Gesellschaften innerhalb von einer Stadt.

00:23:52: Und ja toller Song aus all diesen Gründen.

00:24:06: Ja man merkt vielleicht wir sind ich glaube wir neigen in dieser Folge zum Abschweifen weil so viele Sachen mit einzelnen Worten assoziiert werden können.

00:24:13: Wir haben noch gar nicht über den Titel des Albums gesprochen, wo wir gerade bei Filmen sind.

00:24:18: Also No Country for Old Man ist ja sehr wahrscheinlich die Anspielung, die hier genommen wurde und finde ich irgendwie spannend weil das jetzt wirklich kein neuer Film oder so.

00:24:28: Das ist eine Anspieltung für einen Film, den es schon recht lange gibt aber tatsächlich einer der ersten Filme, wo ich so offen gesagt habe dass mein Lieblingsfilm Das war das erste Mal, dass ich so in einem Pseudo-Seniasten-Ding dachte.

00:24:40: Na, das ist jetzt mein Lieblingsfilm, den fand ich fantastisch.

00:24:44: Wäre dir nicht ... Ganz im Kopf hat es ein überraschender Geldfund, eine Flucht vor einem Menschen der umbringen möchte.

00:24:53: Ein quasi das klassische Lebensveränderung.

00:24:56: Man entscheidet sich was zu machen und dann muss man mit den Konsequenzen leben.

00:24:59: aber alles bricht so ineinander oder zusammen und zerfällt und geht wie auch von Negativ-Spirale zu Negativspirale.

00:25:08: ein fantastischer Film also kann ich sehr empfehlen.

00:25:10: ist nur die Frage was will uns denn der Künstler damit sagen?

00:25:14: Was ist denn diese Entfremdung von der Welt, würde ich sagen?

00:25:18: Diese Negativspirate sehe ich da auch drin in dem Album.

00:25:21: Also ich weiß nicht ob das alles ist... Da sind so hunderttausend Ebenen!

00:25:25: Auch dieses ganze Cover mit der Ritterrüstung und der Drohne drüber.

00:25:28: Und es trifft so alles irgendwie rein.

00:25:30: und bei jeder Kleinigkeit, die ich finde, denke ich mir, ah ja.... Das ist ja spannend, das gibt mir auch noch mal eine Leesart.

00:25:36: Also wirklich so guter David Lindsch filmmäßig.

00:25:39: und dann auf der anderen Seite hat man aber ein Track für Artist-Dinner mit dem Crazy Frog Und er hat auch eigentlich einen... Der ist schon... Da steckt schon viel drin.

00:25:49: Aber es ist auch einfach ein Song mit dem Artistdinner wo man mit dem crazy frog zum Essen eingeladen ist, weil das Management das geil findet und man darf sogar seine Freunde mitbringen.

00:25:59: verheerend wie sich wieder rausstellen wird.

00:26:00: Verheerende Folgen ja.

00:26:01: Ja, verheeringe Folgen hat das für die Beziehung denn der Crazy Frog ist einfach so verführerisch dass dir Freundin schwach wird?

00:26:08: Und es ist... Der Titel ist schon absurd, der ganze Song ist gäckig absurd aber das sein kleiner Pipi-Mann vibriert, das bricht mich jedes Mal komplett!

00:26:17: Dass dieser Satz da vorkommt ist so komisch.

00:26:22: also Ich weiß nicht, ich find... Mich unterhält das einfach zu sehr.

00:26:27: Aber ich verstehe auch jeden, der sagt, wie soll ich ein Song hören über den Crazy Frog im Jahr zwanzig sechsundzwanzig?

00:26:32: Check' ich auch!

00:26:33: Aber ich liebe den... Ich find jedes Überraschende was ernst?

00:26:38: Finde ich toll dass Ennio und Zahdi sich um Koks streichen finde ich fantastisch auf der Toilette.

00:26:43: Wie Grimm auch nicht mit der Situation klarkommt und einfach so nervös wird und weg muss Und dann auch einfach so geschockt ist von seiner Freundin die dann mit diesem Frosch was anfängt und das Management Auch so was wie.

00:26:54: wir haben Free-Gaser geschrien bei den Pashern im Konzert.

00:26:59: Das ist auch noch drin, diese Ebenen sind auch noch drinnen und die Musikindustrie wird angeprangert aber es ist im Endeffekt ein unterhaltsamer geiler Song mit einem wichtigen Thema.

00:27:07: also Crazy Frog ist und bleibt aktuell entscheidend.

00:27:10: Ich möchte den Beginn zu diesem Part, zu diesem Song Mit einem Zitat beginnt unseres lieben Kollegen Friedel achten Leute Was geht denn ab?

00:27:20: Also ich glaube, ich hätte niemals gedacht dass sich dieses Songkonzept jemals hören werde.

00:27:25: und wenn man mich aber gefragt hätte.

00:27:28: Das gepitscht hätte genau was da passiert welche Sätze fallen wem würden sie das denn zutrauen Herr Blache.

00:27:33: Hundert Prozent Grimmern hundert vier wer sonst?

00:27:36: es ist wirklich ein Setting aufzumachen in dem die Partnerin des Erzählers im Rahmen eines Labeldinners mit dem Crazy Frog fremdgeht Insane.

00:27:45: Als ich auf der YouTube-Top-Kommentar ist, sich vom Crazy Frog zum Kack machen lassen ... ... das crazy Songkonzept kann dieser Person nur zustimmen!

00:27:54: Das eigentlich noch verrücktere daran ist dass der Track funktioniert und auch über diese Kernerzählen eben hinaus.

00:28:00: Also ihr seid unterhaltsam er klingt in allen Phasen wieder fantastisch.

00:28:04: also was so die Produktion von Circa Soft und auch so die Vocal Bearbeitungen und Effekte angeht.

00:28:09: Bada Bing als Beispiel aber auch die ganzen ernsten Sachen Ist richtig gute Storytelling, also auch wieder in allen Phasen ist der spannend.

00:28:17: Und darüber hinaus wird halt auch noch mal irgendwie so Fokus gelegt auf diese Pseudomoralischen Haltung in der Musikindustrie und Punkte die von unzähligen Rappern schon gemacht wurden und auch gut gemacht werden.

00:28:29: aber niemand außer Grimm würde um das zu transportieren dieses Setting wählen und Sachen wie sein kleiner Pippi Mann vibriert sagen eine der Rap ... Formulierungen des Jahres.

00:28:39: Lach mich jedes Mal checkig, weil das Bild ist absurd.

00:28:42: und dann kommt noch mal dieses popkulturelle Nischen-Wissen dazu,... ...der ist der Crazy Frog ja wirklich so ein... ...ein kleines Genital hatte also das auch irgendwie so ein Zeitgeist-Ding,... ...das irgendwie so im Jahr zwei Tausend Sechs auch größtenteils junges Publikum, die das als Klingelton hatten, dann so eine Figur... Irgendwer hat die rausgerendet und war so, das machen wir.

00:29:01: Nur dass dieser Mann zwanzig Jahre später diesen Song und den Satz droppen kann.

00:29:05: Insane!

00:29:07: Und aber wie gesagt zu der harte Produktion.

00:29:10: dann diese Zahlen vor Moral.

00:29:12: hast du mal die Zahlen gesehen.

00:29:14: Witzige Name Drops also auch das Shiago in diesem Setting irgendwie von der Polizei gesucht wird, wofür auch immer... Der Jeremias Name Drop ist für mich als in Hannover Leben da.

00:29:24: ich habe mich tot gelacht.

00:29:26: Und auch Mini-Formulierungen, die ich auch noch mal nehmen.

00:29:28: All dem offensichtlich absurden Scheiß droppen möchte.

00:29:31: Formulierung, die erst beim zehnten Mal auffallen.

00:29:33: Nämlich als er vom Chef gefragt wird, ob er seine Freundin mitbringen will und der sagt danke Chef!

00:29:38: Ich hab Lust und wir haben beide Zeit.

00:29:41: Ja genau.

00:29:41: Also das in dieser Industrie auch so über privat und berufliches Leben verfügt wird.

00:29:47: Ob man Lust drauf hat oder nicht?

00:29:49: Alles in allem perfekt.

00:29:50: Absurd ist das Song, absurd ist das Setting aber zehn von zehn

00:30:14: Und auch die Platzierung ist so geil.

00:30:16: Also du hast quasi diesen Wunsch vom Haus in Libas und natürlich musst du dann zum Artistin mit dem Crazy Frog ja sagen, weil irgendwie gehört das ja dazu sonst kommst du nicht an den Millionen.

00:30:25: bis auf dieser moralischen Ebene von Ja dass die Musikindustrie wir müssen dieses Feature mit diesem komischen Typen machen.

00:30:30: wenn der nicht gerade meine Freundin ausgespannt hätte schade eigentlich umdann und ich habe es auf dem auf der Tracklist vorher gesehen hatte.

00:30:36: wie soll das?

00:30:37: Ich weiß nicht, worum es geht.

00:30:38: Aber wie soll das funktionieren?

00:30:39: Dann geht's zu Schüsse auf den Listenhund!

00:30:42: Direkt rüber zu einem der härtesten Songs und einem der Tracks, der mich auch ein bisschen anzugezogen maskulieren erinnert.

00:30:48: Weil ich finde so ... Es gibt einen Adlib.

00:30:51: Und ich weiß nicht... Ich finde keine Infos dazu aber es gibt ein Adlib, das hat mich sehr an ZM erinnern.

00:30:56: Also von der ...

00:30:58: Das hatt' ich auch.

00:30:59: Ich hab dieses ... Ich habe da auch keine Fakten, aber es klang sehr Hendrik Bolzig.

00:31:04: Das

00:31:04: dacht ich mir nämlich auch.

00:31:15: Wer da Informationen hat, bitte mal mitteilen.

00:31:18: So ein Überbleibsel von früher.

00:31:20: Aber er passt ja, obwohl es so absurd ist, weil's wieder das völlig andere Thema aufmacht.

00:31:24: Es passt in dieses Gegenüberstellen von ... Auf der einen Seite, es gibt keine größere Moral.

00:31:29: Es gibt auch keinen Sinn hinter jeder Geschichte.

00:31:31: Es passieren schlimme Dinge.

00:31:33: In dieser Kunstbubble, in der ich bin, da ist es total wichtig wie ich positioniert bin.

00:31:38: Bin ich jetzt der Mainstream-Artist?

00:31:39: Ist das mir moralisch egal, dass ich mit Leuten Features mache die halt schwierig sind oder wirklich massiv verwerfliche Dinge tun?

00:31:48: Aber hier ist die Geschichte ein Listenhund, also ein Hund der potenziell gefährlich sein könnte.

00:31:53: Der aber gehalten werden darf unter gewissen Voraussetzungen, macht sich frei von seinem Herrchen und greift als Kind an und beißt das Kind fast tot, so ein absurdes Song-Konzept-Ding.

00:32:06: Und dann kommt die Polizei an, da schießt den Hund!

00:32:08: Das ist die ganze Geschichte.

00:32:10: was mir hier gut gefällt es irgendwie hart.

00:32:13: Also erst mal dieses ganze drastische, also die Geschichte ist so klar und hart formuliert.

00:32:18: Und auch so ungeschönt und auch wie es ja...also der verbeißt sich so richtig und reist sich.

00:32:23: und der Hund, der ist dumm, der denkt jetzt nicht groß nach und reflektiert sondern er sieht was reagiert darauf beisst zu.

00:32:28: Und dann dieser zugestanzte Arm Der gleichzeitig halt dieses Volltätowierte, man hat direkt so ein Bild vor Augen auch in die Kombination mit dieser Art von Hund.

00:32:38: Und dann ist aber der Arm einfach zu schwach um diesen Hund zu halten.

00:32:40: Also diese Gegenüberstellung von so hart wirken und dann aber keine Kraft haben seinen eigenen Hund zuhalten, der dann schlimme Dinge tut.

00:32:48: Dann auch es waren junge Polizisten ... Das ist halt auch noch mal eine Trage, weil die kommen dann so um die Ecke geschossen.

00:32:54: Man hat das Bild vor den Augen.

00:32:57: Und der Vater, der dann irgendwie dem Kind noch helfen will.

00:32:59: Es ist wirklich dramatisch und es endet in einer sehr klaren Aussage.

00:33:04: also wirklich dieses ja das ob du jetzt lebst oder ob topes dem Leben komplett wurscht.

00:33:09: Es gibt keine Moral darin, es gibt keinen Sinn.

00:33:12: Das passiert halt oder das passiert nicht und wenn's passiert ist es schlimm für alle rundherum.

00:33:16: Aber ja, wir ziehen da jetzt nicht irgendwie was Großes raus.

00:33:20: Aber ich find gerade halt in diesem Kontext von dem ersten Song und von diesen ganzen Musikindustrie vs Realität wird irgendwie immer rauer und härter ist das halt eigentlich ein perfektes Beispiel für genau sowas wo man auch als Künstler nicht viel rausziehen kann außer dass es drastisch ist.

00:33:34: Ich checke Und ich finde die Story... gut erzählt.

00:33:39: Also er geht ja instant rein, ist so klassisch.

00:33:41: Drama in drei Akten.

00:33:43: Hund attackiert, Polizisten kommen erschießen den Blut überall.

00:33:47: Alle haben verloren, lose, lose.

00:33:49: Situation das Leben ist grausam.

00:33:51: Passt auch sehr gut halt in das größere Setting und auch so dieses Stadt-Setting weil wenn viele Menschen auf engstem Raum leben ereignen sich Trigodien und für vier bis fünf Leute ändert sich das Leben für immer.

00:34:02: aber den anderen Millionen Menschen drum herum es ist halt egal Und die bekommen es nicht mit.

00:34:06: Selbst wenn sie's mitbekommen würden, wäre es nach einem Tag noch eine Anekdote, die man so aufgeschnappt hat.

00:34:12: und auch natürlich das mit der Patronenkugel, die auch keine Moral hat ist im Kontext von Kriegen- und Aufrüstungsdebatten auch noch mal nettes Detail.

00:34:20: Ist auch gut gerappt, produziert.

00:34:22: Auch nochmal ein ganz anderer Silkersoft Vibe als die anderen Songs bisher.

00:34:26: Ich glaub, meine Lieblingspassage ist auch die... ...die so ganz gegen Ende wo sich das alles zuspitzt und dieser Breakbeat da wirklich mit zweieinhalb Kmh durchballert.

00:34:36: Aber an sich hat der Song glaube ich von allen Songs des Albums den geringsten Wiederhöherwert.

00:34:43: irgendwie also für mich persönlich zumindest.

00:34:46: Und ich find halt dass ein bisschen das einzig Unglückliche daran, dass er halt so früh auf der Trackliste Für mich als beim Wiederhör, wiederholten Album so ein bisschen was rausnimmt.

00:34:56: So eine kleine Delle in der ersten Album-Hälfte ist.

00:34:59: aber ich checke auch dass er dort ist woher er ist weil hier ja gerade der Weib wirklich sehr destruktiv dystopisch ist und gegen Ende des Albums sich auch nochmal sehr wandelt.

00:35:09: Aber ja deswegen bin ich das ein bisschen hin und her gerissen bei dem Song Viel viel eindeutiger.

00:35:30: Es ist für mich beim nächsten Song nie so cool.

00:35:33: Produziert von Admiral Clutch, der ist von diesem Dorf statt Diskrepanz-Thema was wir auch schon früh auf dem Album hatten finde ich die Peak Umsetzung also vielleicht sogar einer der besten Songs zu dem Thema in seiner ganzen Diskographie.

00:35:46: Der hat mir schon als Single auf einem ähnlichen Level wie Mantra gut gefallen und bringt aber auch jetzt im Album Kontext hier diese Giftigkeit des ersten Tracks raus.

00:35:55: Also man hat einen richtigeren Rahmen.

00:35:58: Wie giftig dieses ganze Album ist und seine ganze Stimmlage.

00:36:01: Und wie das rausutzt, dann kommt halt hier diese passend zu dieser Giftigkeit wieder.

00:36:07: dieses Thema, dass man in zwei Kontexten stattfinden kann aber sich in keinem richtig wohlfühlen kann.

00:36:13: Diese arschgeilen Hook mit der perfekten Rotsigkeit für die Großstädter bin ich der Dorfi, mit dem man nicht philosophieren kann.

00:36:21: dafür lebe ich ja.

00:36:22: aber im Kontext indem ich quasi tagtäglich nur Träume zerbrechen sehe bei mir selbst beandern allen.

00:36:29: Und diese provokante Schlusslein der Hook, ich werde für immer cooler als ihr seien, lese ich so dass es so... Der Kampf ist den man durchgehend kämpft und versucht sich zu profilieren aber in keinem Kontext nützt er ihm so richtig.

00:36:44: was also?

00:36:44: weil in der Millionenstadt wird das immer Leute geben die cooler sind als man selbst.

00:36:48: Ich mache anführungszeichen was auch immer das dann bedeutet Katzentisch sitzen müssen im hippen Restaurant und nicht in der High Society verkehren.

00:36:57: Deswegen ist das ein absoluter Quatschkampf, den man nicht gewinnen kann.

00:37:01: Und auf dem Dorf bist du vielleicht aus einem Stadtkontext kommt cooler aber es bringt dir nichts weil Du als Außenseiter wahrgenommen wirst.

00:37:08: aus der Reihe tanzt komische bunte Klamotten anhast von Marken die niemand erkennt und denen dann auch noch ins Gesicht zu brüllen ich werde immer cooler als ihr sein hilft ja auch nicht gerade dabei besser rein zu passen.

00:37:19: Das sind so bisschen Die Plumpegenialität der Huck für mich, die sich perfekt auch in diesen wieder toll gespiegelten Parts wiederfindet.

00:37:28: Egal ob es die Kneipe oder Kirche sind auf dem Dorf wo er bei beiden Hausverbot hat... ...oder das Hippe-Restaurant Berlin, wo man halt die Gespräche nur vom Nebentisch mitbekommt wenn man nicht dazugehört.

00:37:38: Man passt beim Beiden nicht rein, möchte der Wirklichkeit entfliehen.

00:37:42: und das ist dann auch das was man halt in der Kunst findet diese Realitätsflucht und weshalb es sich so krass Musik Film und Subkultur hingezogen fühlt, weil es eben bei der Realitätsflucht aus beiden Kontexten hilft.

00:37:55: Und das finde ich so... dass eigentlich so auf den vierten, fünften Durchhörgang schlauer an dem Song.

00:38:00: Klar die toll geschriebenen Gegenüberstellung von Stadt und Land und dieser Zugehörigkeitsfrage aber vor allem das Fazit alles was ich hab verdanke ich denen Arthes die mir immer geholfen haben mich zu finden egal in welchem Kontext ich mich gerade unwohl oder nicht zugehörig gefühlt habe.

00:38:16: Und meine Lieblings Rap Moment ist diese Ich will ein Smoothie trinken also steigt ein armer Mann in den mit so Bischy, dass ich Smoothie trinken kann.

00:38:26: Das ist auch wieder Pieck eine ZM-Art das zu verpacken und zu delivern wie das Getränk was delivered wird.

00:38:32: also ja alles in allem Riesenheilheit für mich

00:38:49: Ja geht mir genauso.

00:38:53: Ich finde die Art von Beat so geil passend zu krimmen und dieses Pankige war es eigentlich schon ein gutes Stück weg vom Rap.

00:39:02: das kommt so gut rüber Und du hast schon viel erwähnt, das brauch ich nicht wiederholen.

00:39:06: Aber dieses Getriebensein in Verbindung mit diesem ... Was immer wieder reinkommt?

00:39:12: Also auch so ein massiver Verfolgungswahn fast schon.

00:39:15: Dieses immer sich selber reflektieren wie wirklich jetzt gerade auf andere.

00:39:18: Ich komm da nicht an und hab das versucht.

00:39:21: Ich seh da alle scheitern dann komme ich zurück... Die hassen mich alle weil ich gar nicht mein Das bin was die waren und sind finde ich total geil.

00:39:30: also dass man nirgendwo ein richtiges Zuhause hat.

00:39:32: am Ende muss man sich selbst vor Salando-Schützen, die das Haus kaufen wollen.

00:39:36: Also ein großes Problem, was halt in Städten ist, dass irgendwelche Großkonzerne diese Wohnfläche dann auch irgendwie möchte und man sich da irgendwie gegen Wert hat.

00:39:45: und man ist aber die ganze Zeit wirklich getrieben durch diesen ganzen Song Getrieben.

00:39:49: dazu dann auch noch das fantastische Video auf seinem Lass das Zetela-Markt, glaube ich da auf jeden Fall so ein Dorffest oder einen Kleinstadtfest.

00:40:01: Wo er mal Hausverbot bekommen hat weil der irgendwie Alkohol geklaut hat und es gibt auch diese Aufnahme von dem jungen Grimm, der das dann erklärt dass das Video so wild ist.

00:40:13: Naja, auf jeden Fall ist er dann da und tritt auf.

00:40:16: Und kommt überraschenderweise nicht gut an.

00:40:18: Wird ausgebucht und das ja ein Meisterwerk am Musikvideo weil es gibt irgendwie diesem Song nochmal viel mehr und zeigt halt auch diese diese Anspannung im Raum wenn man halt einfach nicht angenommen wird und natürlich auch mit so einer Kulness da reingeht und sich denkt, das ist ja schon ... Das passt.

00:40:35: Der Sohn ist zurück im Dorf!

00:40:38: Aber es juckt halt keinen.

00:40:40: Im Gegenteil, das juckt die Leute in negativen Sinne.

00:40:43: Und das finde ich fantastisch umgesetzt.

00:40:45: Ich weiß nicht, ob das nur ein deutsches Ding ist, wahrscheinlich über allen Thema?

00:40:47: Aber das ist einfach was, was einem beschäftigt, wenn man so Städte angucken und durch Dörfer fahren oder so und sich überlegen, wie leben Menschen da Wo kommt das alles her, so eine Unzufriedenheit auch in Städten oder Dörfern?

00:41:04: Das frag ich mich schon oft.

00:41:06: Und da hilft halt einfach so ein Artist, der mir auch und ich hoffe es kommt nie dazu meiner Trennung helfen könnte hinter der Tür.

00:41:14: Crimson Bloom!

00:41:14: Ich bin ja noch nicht dreißig.

00:41:15: Der Überleitungs-King

00:41:16: wirklich ...

00:41:18: Aber nee, ich hoffe, ich werde diesen Song nie fühlen können.

00:41:21: Ich fühle ihn trotzdem jetzt schon ohne dass ich da biografisch irgendwie mit verbunden bin.

00:41:27: aber es ist ein wunderbarer Trennungssong wenn man das so sagen kann weil Crimson bloom den Refrain aber mal sowas von Stadion mäßig raushaut.

00:41:35: Das ist für mich der große Moment und dann grimmt er quasi anhand von Wohnungen eigentlich auch wieder erklärt und von dem eigenen, die eigenen vier Wände fühlen sich nicht mehr an wie die eigenen Vierwände.

00:41:46: ich muss umziehen weil Trennung... Ich bin in einer neuen Stadt, ich muss.

00:41:50: nur die Hälfte habe ich mitgenommen das ist auch so geil formuliert.

00:41:53: dieser Umzug war viel schwerer obwohl es nur die hälfte war.

00:41:56: krasse Zeile weil natürlich man lässt die eine Hälfe da wo auch noch mal die Partnerin dabei ist aber Nehmt ja trotzdem was mit, aber es fühlt sich schwer an.

00:42:04: Weil man das nicht will und muss es tun.

00:42:08: Das Lichtschalter suchen ganz viele Bilder sind hier wirklich toll gewählt.

00:42:12: Es ist wirklich etwas Schmerzhaftes.

00:42:14: Und auch so eine Übergangsphase wo man direkt weiß ... Man kann da nicht gut rauskommen.

00:42:20: Versuch's mal mich bei Tinder, findest du dir selbst?

00:42:22: Das dauert alles!

00:42:24: Also all das dauert und es tut weh.

00:42:26: Ich finde das wie er es formuliert hat fantastisch.

00:42:29: Auch auf einer Ebene... offen, die ich von Grim halt so selten höre.

00:42:34: Weil wir haben zwar sowas wie stürmlich heute ein sehr persönlicher Song aber so ein Trennungsthema was ja auch also viele Liebesthemen sind ja auch in der Popmusik groß behandelt und natürlich auch die Trennung.

00:42:45: Aber Grimm hat auch da wieder ein Bild gefunden mit der Wohnung und dem Umfeld Was den ganzen noch mal etwas Neues gibt Und auch irgendwie eine andere Perspektive gibt.

00:42:53: Also Ja großer Song.

00:42:55: Ich finde vor allem auch Die Altersspanne ist auch irgendwie ... mit die spannende Perspektive an dem Thema, weil... Ja.

00:43:03: Wie du gesagt hast ist oft sehr persönlich aber halt oft auch sehr vermetaforisiert was kein Wort ist vermutlich.

00:43:10: Aber wir

00:43:11: wissen was wir meinen.

00:43:12: ich mein Tue und da kommt er halt reinmit.

00:43:15: Ich bin Anfang dreißig diese Trennung meine erste Und mir geht es zumindest so dass Songs gerade zu solchen Themen meistens am nachvollziehbarsten und mithühlbarsten sind wenn sie jetzt sehr konkret sind egal ob man das jetzt als Zuhörer in ... genau mit den Referenzen anfangen kann.

00:43:30: Und hier hat man halt direkt einen sehr nachfühlbaren Kontext, egal ob man jetzt selbst in der Situation war oder nicht... Ich musste zum Beispiel an meinen ersten richtig tollen Trennungsschmerzen so mit eher Anfang zwanzig denken und wie das gehittet hat.

00:43:41: Und ist das jetzt wenn man das be-dreißig zum ersten Mal erlebt?

00:43:45: Ist man gesettelter und kannst irgendwie Erwachsener abarbeiten?

00:43:49: Oder ist es noch viel schlimmer nach vor dreißig Jahren?

00:43:51: Hat man das innerhalb von dreißiger Jahren noch nie erlebt?

00:43:55: Und dann wird man erst mal eben so der Boden beziehungsmäßig weggezogen und egal, zu welchem Schluss man da kommt.

00:44:01: Aber ich bin instant in der Story investiert und als Zuhörender frage mich wie geht man damit um?

00:44:06: Was macht das mit einem so in dieser Phase des Lebens auch?

00:44:10: Und das macht dann halt direkt den Rest der Strophen viel intensive also von... dem Umzug, dieser negativen Rauschzustand wo man alles so halb mitbekommt.

00:44:21: Scheinbar wohne ich jetzt in einer anderen Gegend, wird umher zu Hause nicht mehr finden.

00:44:25: und wie du sagst einmal dieses Literarisch weil man umgezogen ist und einmal natürlich ist die Person nicht mehr da die es zuhause gemacht hat und wie verletzlich er sich hier macht auch diese sehr unterschiedlichen Tipps bekommt was auch ein bisschen für mich einen Anfang dreißig Indiz ist weil da die Lebensrealitäten auch sehr krass auseinander gehen ... sagen, zwanzig ist so alle relativ frisch aus der Schule.

00:44:46: Der eine macht das und der andere das... Und da ist halt so gerade in unserem Alter.

00:44:50: manche studieren noch, ... ... manche arbeiten seit circa zehn Jahren.

00:44:53: Manche sind ausgewandert, was weiß ich so?

00:44:55: Da gehen auch die Umgehensweisen mit sowas auseinander.

00:44:59: Das finde ich echt super bitter, sweet geschrieben.

00:45:02: Tolle Formulierungen wie die du schon genannt hast aber auch so dieses Kernmotiv Angst zu haben einzuschlafen weil den ganzen Tag kannst du proaktive Gefühle verdrängen.

00:45:12: Aber spätestens sobald du schläfst und auch besoffen schläfs, hast du noch viel weniger Kontrolle.

00:45:17: drüber finde ich mega stark.

00:45:19: Ich musste mich ehrlich gesagt, die Hook auch super, aber ich musste mich ein bisschen dran gewöhnen weil sie für den Grimm-Kontext schon sehr

00:45:27: clean

00:45:27: ist.

00:45:28: gerade nachdem man aus diesen sehr rotsigen Songs davor kommt, kommt ihr direkt reingepoltert und fängt auch direkt mit der Hook an.

00:45:35: deswegen muss sie mich so ein bisschen grade in diesem Album Kontext dran gewöhn.

00:45:39: Find's sie aber auch jetzt megastark?

00:45:40: Und ja find' es einen super Song!

00:45:56: Der nächste Track ist unvernünftig mit Katana von Patina Records.

00:46:00: Also wer da noch mehr Infos zu dem Vorekt haben möchte, weil Katana war auch Vorect von Grimm auf dem Konzert der jetzigen Tour in Göln.

00:46:09: Der kann unser Vorgespräch hören.

00:46:10: Da haben wir nämlich auch darüber gesprochen.

00:46:13: Cool!

00:46:13: Vorgesprochen gibt es einen Teaser, gibt's auch Spotify und so.

00:46:16: Wer ganz dabei sein will, ist ab zwei drei Euro je nach Plattform bei Patreon oder Steady dabei und kann uns damit auch finanziell unterstützen denn auch wir wollen irgendwann ein Haus in Libars.

00:46:26: Und damit das erreichbar ist, reden wir weiter über unvernünftig einen Check.

00:46:31: der hat tatsächlich einen Ticken bei mir gebraucht weil er halt sehr knallig ist und wie von diesem schweren, dieses Trennungs-Songs zu unvernüftig kommen einem Song Der Manfekt sagt Grimm kauft immer noch gerne Fashion Wie Alexander Markus sagen würde.

00:46:46: Das hatte ja auch schon bei so Songs wie Woostor rausgehauen.

00:46:50: Also eigentlich seit ein paar, einem Versuchtes Krimmels zu teilen dass er wirklich das macht was ja am Anfang vielleicht noch so als ironischer Layer gesehen worden ist.

00:46:59: aber ich finde vor allem Katanas Part es halt wirklich sehr gelungen.

00:47:02: Also, sie hat genau diese geile freche Haltung und sie hat vor allem dieses Geld aus der Klassenkasse.

00:47:09: Weil ich so fanny finde, weil da ist dann wirklich... also Grim hat uns gerade noch von der Trennung mit dreißig Plus erzählt ...und Katana nimmt Geld aus einer Klassenkasse um sich was Unfallnübliches zu gönnen.

00:47:18: Das sind die Diskrepanzen, die ich brauche auf einem Album zu denken.

00:47:21: Ja, das sprich mehrere Generationen an.

00:47:25: Es hat gebraucht, weil auch grade in dem Referent diese Wiederholung ... ist sehr knallig.

00:47:31: Aber dadurch, dass es so überdreht ist, gefällt er mir mittlerweile?

00:47:35: Ja, same.

00:47:36: also ich war auch erst sehr überfordert... Weil der ist sehr doll, der kommt direkt rein.

00:47:41: Direkt Breakbeat dann auch dieses nehm ich mal an The Offspring Pretty Fly For White Guy Sample was auch nächste verrückte Sample Welt ist die angezapft wird.

00:47:51: Dann direkt diese Synthesizer Grimm wieder schrei-rappig und er isst einfach sehr silly.

00:47:56: der Song Ich geb Geld für bescheuerte Dinge aus Und das ist halt direkt nach dieser melancholischen Heartbreak Nummer weil ich erstmal... Das sehen wir erst Mal schütteln.

00:48:04: Aber es ergibt ja in dem Kontext auch irgendwie Sinn, der erste Trennungsschmerz ist durch wie cope man damit unvernünftiger Konsum auf diesem Song und unvernunftiger Alkohol- und Fleischkonsum dann auf dem nächsten Song.

00:48:18: Er gibt halt vom Sequencing des Albums schon Sinn aber muss mich erst mal ein bisschen akklimatisieren.

00:48:23: nachdem lief das halt bei mir und es ist halt auch echt krass weil das so der achte Song ist ... vierte oder fünfte Grundverschiedene Vibe einfach auf diesem Album, das ist noch mal krasser als auf vergangenen Releases finde ich.

00:48:36: Und er hat auch super Formulierung wieder, Aussies denken hier kommt die Treuhand Ich kaufe keine.

00:48:43: Kai Flaume Brands Das muss man nicht nach googeln Man versteht sofort was ihr meint Und ihr Part ist halt auch wirklich insane.

00:48:52: Also ich hätte die Kombi nie erwartet, aber es passt halt sehr gut drauf.

00:48:55: also ihre Energie ist basically die sie auch in vielen Patina-Parts hat genau die der Beat hat eigentlich ohne dass ich meine man hat sich schon oft auf die Beats gehört aber diese... Die Energie ist eigentlich genau das.

00:49:06: deswegen matcht das schon sehr Und super smart, find ich spätestens bei der Referenz.

00:49:11: Wenn Grim sagt er kauft sich was mit Partina meinte halt fancy vintage-ige Sachen die halt schon sichtbar gealtert sind und wenn sie etwas mit Partiner kauft, kauft ihr halt mit der Crew was zusammen?

00:49:22: Das finde ich auch geil!

00:49:23: Das ist so glaube ich mein Lieblingsmoment.

00:49:25: Der Song insgesamt ist jetzt auch nach wie vor keiner meiner Favorites vom Album.

00:49:30: dafür sind auch davor und danach auch paar stärkere Hooks einfach mit dabei.

00:49:35: aber so macht ja halt Spaß.

00:49:38: Coping-Mechanismus passt ja in die Reise des Albums.

00:49:54: Und dann geht es zum Gerichten mit Menosmos.

00:49:57: und spannenderweise, wenn man so die Geschichte durchgeht, passt das natürlich ... Wenn man in die Strophen hört, der eigentlich zumindest nicht so ganz.

00:50:05: Weil er ist ja vor zwei Tracks noch umgezogen und jetzt ein bisschen bad timing weil jetzt zieht er wieder zurück in die Heimat, weil da seine Mutter pflegt das natürlich.

00:50:15: dann kann sein wenn doof gelaufen hat

00:50:17: alles keinen Grund im Leben was passiert

00:50:19: Ja aber man hat zumindest noch alte Freunde die man trifft.

00:50:22: komisch das eine oder andere weint ab und zu wenn man betrunken ist.

00:50:26: naja ich finde es richtig geil weil also man sieht menas muss von denkt ja es kommt in die ruhe Kultiger Song und Grimm kann das ja auch gut.

00:50:34: Dann kommt auch ein ironischer kultiger song mit einer Frau, die ich so dann doch nicht erwartet habe mit dem Hühnersteil siebt Melodie Und wir gehen zum griechen trinken eins zwei drei bierchen.

00:50:47: Fantastisch bisschen komisch aber fantastisch irgendwie.

00:50:50: als es bleibt schon hängen muss man schon sagen und dann kommen halt über diese Grimparts und was da alles drin steckt ist halt wieder so krass.

00:50:57: also erst mal Überhaupt das nach dem zweiten starken Fall ist jetzt auch Mama ein Pflegegrad und ich muss dann hin mich darum kümmern.

00:51:05: Ich bin wieder in meinem alten Zimmer und trefft an meine alten Freunde, um.

00:51:09: mit denen geht es dann quasi so wieder auch in diesen diese alte griechische Kneipe wo dann gibt's dann Bierchen und wird da schön wahrscheinlich ein paar mehr gezischt offensichtlich und dann aber halt irgendwie gegessen.

00:51:20: Es sind so ein bisschen alte Themen, wenn dann aufgemacht.

00:51:24: Dann kommt Menasmus eigentlich mit diesem Ja wir grenzen uns ab von der Großstadt und in Berlin das ist alles weg.

00:51:31: Vegane Wichser.

00:51:32: Ja, zu den Veganern gezogen.

00:51:35: Das hat ja schon was Kumpeliges.

00:51:37: Man nimmt die Leute wieder auf und ist froh, dass sie da sind.

00:51:41: Man ist noch an diesen Ort gebunden, ist geblieben andere nicht.

00:51:45: Und es sind dann auch weg aus dem Leben weg.

00:51:47: Ich hab das Gefühl, die haben geilen Kontakt gebliebt, sondern man ist jetzt wieder da.

00:51:53: Weil man da ist der Ort bindet so die Freundschaft?

00:51:55: Und dann kommt aber, während diese ganze Zeit dieser Alkohol-Konsum gefeiert wird und Probleme unterdrückt werden.

00:52:03: Kommt halt dieser letzte Part den ich so spannend finde weil da ja noch mal ist er dann irgendwie bei einem Freund.

00:52:09: es ist eh nochmal ein kleiner Zeitsprung, er ist dann bei einem Freunden spricht mit dem Vater und Grim sagt nur er geht zum Griechen und der Vater ist sofort mit diesem Prost.

00:52:19: Da haben sie im Motto so das ist fast schon synonym für wir gehen saufen geworden.

00:52:24: also man geht nicht mehr ist Restaurant um was zu essen, sondern das ist so der Ort wo man sich richtig einen reinhebt und es gesellschaftlich anerkannt weil am Wochenende da gehen wir ja schön zum Griechen.

00:52:33: Das finde ich so geil dass diese Ebene da auch noch reinkommt und an was mich das ganze die ganze Zeit erinnert nicht war.

00:52:40: Es gab auch ein Insta-Posting, wo Grim so eine kleine Story rundherum gebastelt hat.

00:52:46: Mit Leute wiedergetroffen und war aber dann ne Enttäuschung und blabend ... Wir haben es beim Griechen Essen gegönnt.

00:52:52: Es gibt von Heinz Strunk Kurzgeschichten.

00:52:54: Und es gibt eine, die heißt, glaube ich, Kroketten?

00:52:57: Da geht's basically genau um das.

00:53:00: Also Urlaubsbekanntschaft treffen sich da wieder und gehen beim griechen essen schwingt so im Hintergrund mit bei der Bestellung, weil der Art und Weise wieder Alkohol auch getrunken wird.

00:53:11: Und die Verbindung finde ich aber ganz schön, weil Heinz Strunk hat manchmal ein bisschen was von Grim in dieser drastischen Darstellung von Gewalt... Mhm.

00:53:19: ...und der Beobachtung von Menschen wie sie sich so am Alltag verhalten.

00:53:23: Ähm ja das zu dem ist so ein bisschen därarisch noch geworden, aber es ist ja auch ein Grimm- und Minasmos Track.

00:53:29: da muss das natürlich sein.

00:53:30: Na klar!

00:53:32: Also ich bin ja großer Minasmoos Fan.

00:53:35: Ich gehört hab, dass die auf diesem Album sind.

00:53:37: Weil ich noch hype da als eh schon.

00:53:40: Jetzt ist die Situation so ... Ich mag die Song-Idee sehr und ich mag die Parts auch sehr Und der hat mit all seinen Vibes passt er in dieser Albumwelt von der Stadt aus Land zurück.

00:53:52: Emotional überforderte Männer, die nur unter Alkoholgefühle zeigen können Schicksalsschläge, die plötzlich passieren ohne einen hinteren Sinn Träume platzten, sehen wieder am Anfang ankommen.

00:54:04: Alles krasse Themen schön in eins verwoben auch wie Deutsche den Griechen lieben und abkulten Klischee.

00:54:10: Vor allem da sind auch Menasmoos die perfekte Featurepartner für.

00:54:13: also ich weiß halt nicht was wir jetzt auch bei dem Katana Song wieder.

00:54:17: der Ablauf genau war das quasi die Idee und der Song stand dann weil so dass er perfekt für Menasmos oder ob die sich überlegt haben was können wir machen würde beides funktionieren.

00:54:25: aber Ich werde echt mit dieser Huck nicht warm Verballhornung, das ist mein Oma für den Minerstein Motorrad.

00:54:33: Ich habe jedes Mal total Bock auf alle Parts und ich finde grad Menasmoos finden diesen bitter-sweeten Humor Spot aus in der Heimat melancholisch sein es aber sich nicht eingestehen wollen und dann gar einen Rheinsaufen fitet.

00:54:47: perfekt insbesondere Auch wenn es nicht so besonders ist, aber diese Laien kein Plan lassen der Kneipe treffen.

00:54:54: Wo wir seit wir sechzehn sind mit den Gleichen über das gleiche sprechen und im Hintergrund dieser wunderschönen Silker Soft Synthesizer Sample Flächen.

00:55:02: Das schiebt mich unnormal, wenn ich dabei bin zu hören.

00:55:05: Aber jedes Mal, wenn er startet und auch direkt mit der Hook reingeht, bin ich so... Ich wünschte bei Gott sogar, ich hätte mehr Bock auf diesen Song und vor allem diese Hook!

00:55:14: Also auch wenn, wie gesagt Passagen davon sehr Fühle und besonders diese Mischung.

00:55:19: Alles gut, aber ich ... die Hook dämpft ein bisschen den Replay-Value leider.

00:55:42: Versteh' ich?

00:55:42: Aber dann lass uns doch lieber zu Wiese und Weide kommen, weil ich glaube da haben wir es mit dem Hidden Jam das Albums zu tun.

00:55:49: Das ist der Track, den ich wahrscheinlich in fünf, sechs Jahren noch regelmäßig hören werde während ich andere, die jetzt gerade richtig hochlobe, nicht mehr so oft höre, ähm, mit Josi Miller zusammen.

00:55:59: Das war schon mehrfach eine gute Kombi.

00:56:00: Es gab ja diese Stadt-Fuchs-Remix-Geschichten und so, und hier sind wir wieder im Dorfbild, ne?

00:56:06: Ein verliebtes Pärchen auf einem Roller unterwegs fährt über die Weide, über die Wiese ... ist eigentlich erst mal ein bisschen beglückt und glücklich.

00:56:15: Und der Haare fallen ins Gesicht und alles ist toll!

00:56:17: Und es ist irgendwie romantisch und man ist froh, dass man zusammen ist aber um einen herum zerbricht die Welt.

00:56:23: Und die Welt war nicht groß.

00:56:24: Also das war wirklich... Die Kirche war noch da Und die Kneipe war noch da und beides macht dicht.

00:56:30: Das ist der Inbegriff für Dorfsterben, dass nicht mal diese Grundpfeile eines Dorfs überleben, sondern da wird dich gemacht weil sie nicht.

00:56:39: die Kirche muss cash sparen und die Kneipel ist einfach nicht rentabel.

00:56:42: Und das Ganze führt aber zu dieser Romantik, dass man froh ist und in Zukunft ein Pool sieht und sich was zusammen romantisiert Vielleicht auch, also der Song gibt mir so eine mega Aufbruchsstimmung.

00:56:54: Also diese Leute die irgendwie langsam erwachsen werden... Und dann wissen, bald geht's aber auch raus in die große Welt und irgendwie zerbricht hier gerade unsere Vergangenheit komplett.

00:57:04: Da wo wir früher unterwegs waren, obwohl wir vielleicht nicht rein durften in die Kneipe oder so ... Aber es ist halt dieser Ort-Zerbricht.

00:57:11: Es ist musikalisch eh schon geil, weil diese Reformen, wenn Wiese und Weide und Kirchenkneipe das wird schön getrennt voneinander.

00:57:18: Also jedes Wort bekommt ein Gewicht, weil das stark betont wird.

00:57:22: Aber was Hektisches!

00:57:24: Wenn's dieses Vier übergeht, wirds ruhiger.

00:57:27: und irgendwie mehr so dieses Glücksgefühl wird da drauf beschworen.

00:57:32: Und natürlich wäre das kein Grip-Song, wenn da nicht jetzt auch irgendwas schön verbildert ist was vorher so nicht standardmäßig darin vorkommt.

00:57:39: also es gibt keine Kirche mehr oder die macht dann bald zu und dann gibt's da natürlich auch keinen Gott mehr.

00:57:44: aber der isst mit den Mücken da zusammen draußen irgendwie am Tanzen.

00:57:48: Ja!

00:57:49: Das ist dieses Bild von ... Wenn man so wenig begehnt Wege hat eine große Wiese oder so.

00:57:56: Dann gibt es immer diese Schwärme an Mücken, die zusammen auf und abgehen.

00:57:59: Und das ist für mich der im Begriff von hier ist niemand.

00:58:02: Hier haben die Tiere Platz als große Gruppe da einen Ort gefunden in der Luft.

00:58:09: Das finde ich so schön formuliert ... Der Song auch so was Übernatürliches hat, mit dem Blitz der dann die Kirche trifft.

00:58:15: Was natürlich irgendwie so fantasiert ist aber wo man sich vielleicht auch in die lange Weile was reinfantasiert weil man halt eben nichts anderes mehr da hat.

00:58:23: also für mich einer der besten Songs und vor allem wenn Josi Miller dann am Ende das nochmal aufzählt mit eine Wiese eine Weide und halt eben nicht nur diese einzelnen Worte.

00:58:33: es ist wunderschön wirklich wunderschön.

00:58:34: dieser Song ist perfekt.

00:58:57: Ich fühle den auch super krass, das ist so nach den zwei sehr viel lockereren letzten Tracks wieder dieses typische dystopische norddeutsche hinterland Thema was ja auch einfach sehr gut abbilden kann.

00:59:11: Toll produziert auch von Josi und Silkersoft schon vor dieser anfänglichen wieder Donkey Kong Country unter Wasser Level Type Melodie Da war ich schon absolut drin.

00:59:33: dann der Breakbeat Grimmi der auf diesem Album eingesetzt wird, dass das wirklich ... da kommt was zusammen, was zusammenkommen muss.

00:59:40: Und diese sich immer wieder hochwuchtenen Drum-Loops die übereinander stolpern mega geil.

00:59:46: und darauf dann halt diese Schilderung von so Verliebtheit und irgendwie auch süßer so Intimität in so einer sehr zerfallenen Landschaft.

00:59:55: und auch dieses Kneip und Kirche finde ich einmal ein bisschen geilen.

00:59:58: Callback zu Nie So Cool wo er ja gemeint hat, dass er einen beiden Hausverbot hat und auch diese Formulierung halt wie diese Instanzen den Bach runtergehen.

01:00:07: Also das er quasi sagt in der Kneipe gibt es kein Bier, in der Kirche gibt es keinen Gott mehr.

01:00:11: und an dieses Mückenbild was du schön beschrieben hast da kriege ich vielleicht regelmäßig Gänsehaut mit diesem Gewittersetting.

01:00:17: was die beiden noch verfolgt dass ist so Coming of Age film coded aber halt in der langweiligsten Landschaft der Welt Spitzt sich erzählerisch geil zu, spitzt sich musikalisch toll zu.

01:00:29: und auch diese gehauchten Vogels von Josi sind auch supergeil in diesem ganzen Konstrukt.

01:00:35: Riesen Highlight!

01:00:36: Und auch bin ich jedes mal wieder überrascht dass der nur so zweieinhalb Minuten geht.

01:00:39: also das hat so Filmepik in ganz wenig Zeit eigentlich reingepackt.

01:00:45: Und man könnte auch ein bisschen, wenn man jetzt davon ausgeht, dass alle Songs quasi den gleichen Erzähler haben.

01:00:51: Könnte man denen auch wieder so einen Album-Kontext einbetten?

01:00:54: Dass es ja auf dem nächsten Song um die Verarbeitung einer Trennung geht, der die erste war im Leben.

01:01:00: Also könnte man auch davon ausgehen, dass dieses junge Paar in Wiesernweide was ich da kennengelernt hat tatsächlich die Flucht in die Stadt geschafft hat und sich dann nach einem Jahrzehnt getrennt hat.

01:01:13: Prozess der Verarbeitung, den wir in Monstera behandelt bekommen wieder hochkommt.

01:01:18: Bevor er abgeschlossen sein kann das wäre ja auch crazy oder?

01:01:21: Das wäre es definitiv.

01:01:23: also ich habe mich auch gefragt ob man den Track nicht irgendwie nach vorne ziehen könnte auf dem Album dass das in der Chronologie dann in unserer Theorie besser passt.

01:01:30: aber Ich musste gerade darüber lachen weil ich dann denke Wenn man's so macht, dann ist wirklich in der Chronologie ... Der Crazy Frog, der zu fremd gehen verführt hat.

01:01:38: Nein!

01:01:39: Auch ein bisschen komisch vielleicht.

01:01:42: Egal.

01:01:44: Gehen wir zum Monsterer einem.

01:01:46: ja wie du schon eben auch erwähnt hast die Trennung ist natürlich ein langer Prozess dass es wieder besser wird.

01:01:53: aber Gräben ist da auf einem guten Weg und das ist vom Beat vor allem auch wieder was total versöhnliches.

01:01:59: irgendwie das Leben geht weiter Es ist schwer Es geht nun mal weiter und ich finde Ansätze.

01:02:05: Mir geht es wieder ein bisschen besser, und ich kann schon wieder quasi so in deine Region gehen?

01:02:10: Auch da wird dann wieder das große mit.

01:02:13: Berlin ist eine geteilte Stadt und so.

01:02:16: Also das wird auch wieder groß gemacht.

01:02:18: aber ich find der Song hat wirklich sowas runtergebrochenes.

01:02:20: Ich bin in meiner Wohnung.

01:02:21: Das ist ein gemütlicher Tag die Sonne scheint rein.

01:02:23: Ich schau auf meine Pflanze und denke mir achja kommen!

01:02:26: Das wird schon... Ist schwer und ich hab Angst davor jetzt ganz los zu lassen weil dann ist es für immer weg.

01:02:32: Ich gehe diesen Schritt langsam und sitze beim Friseur, entscheide mich für Kleinigkeiten im Leben.

01:02:38: Die halt dann aber für einen persönlich wieder mehr Wert haben.

01:02:41: Und das ist total schön bei so einem Album, was große Themen die ganze Zeit aufreißt.

01:02:45: Dann auch diese ganz kleinen Themen zu haben.

01:02:47: So einen persönlichen Blick darauf zu bekommen wie ein Mensch mit Trennung umgeht, was nun mal vielen Menschen im Leben passiert in welcher Form auch immer.

01:03:08: Ich finde, das ist Real Rap einer der besten Trennungsverarbeitung Songs die ich ever gehört habe.

01:03:14: Weil ich find', dass es wieder so ein... So ein grimm Zwischenton, so einen goldener Zwischentohen die er so häufig sucht und auch trifft.

01:03:21: An diesem Punkt aus ich merke ich heile und es wird besser.

01:03:26: aber ich habe auch irgendwie Angst dass ich durch damit bin weil dann ist diese Beziehung endgültig abgelegt und ich glaube genau dieser Punkt sind in vielen Trennungsphasen egal welcher Altersgruppe sehr kritisch oder auch sehr wichtig das man diesen erreicht und drüber hinweg kommt.

01:03:39: und es gibt halt ganz viele Songs über.

01:03:42: Ich werde nie über dich hinwegkommen und bis zu scheiß auf dich, ich bin komplett fertig damit.

01:03:47: Ob das dann ernst gemeint ist oder nicht?

01:03:49: Echtes oder nicht.

01:03:50: Und es gibt auch tolle Songs aus diesem Gefühl, zwelten aber die sind halt verhältnismäßig leichter zu beschreiben und auch leichter nachzufühlen weil jeder kann sich gut in absoluten Heartbreak und in die absolute Freiheit oder Ignoranz danach reinversetzen.

01:04:04: Aber genau in diese Phase reinzugehen, die ja manchmal vielleicht auch nur ein zwei Wochen dauert Die ist so sensibel beschrieben was halt ein Beispiel dafür ist was für ein toller Songwriter ist.

01:04:14: aber das ist halt auch schwer abzurufen außer man ist halt in dieser Phase dass man halt genau diesen verwundbaren Punkt aus, ich bin fast drüber hinweg aber noch nicht ganz ist auf jeden Fall ein Fast noch mehr sich verletzlich machen.

01:04:26: Das Song als der eigentliche Trennungssong finde ich das ist so mein Punkt, auf den ich es runterpacken würde.

01:04:31: Auf einem wunderschönen Latebackbeat von Kenji-Für-Fünf-Eins, der auch schon lange Grimmen und ZM Sachen produziert hat.

01:04:37: Auch der ist im Roster dabei.

01:04:40: Und nach all diesem Chaos und Art des Dinners mit dem Crazy Frog auf dem Album ist er auch so ein schöner Ruhepol um sich genau mit diesem Gefühl zu beschäftigen das Grimme beschreibt... ...und auch schöne Bilder hat.

01:04:50: also ich finde, auch wenn's nur eine Kleinigkeit ist aber direkt dieses namensgebende Einstiegsbild mit die Sonne scheint durch die Monsterer.

01:04:57: Das ist ja vermutlich auch in der gleichen Wohnung, die von paar Songs halt noch eine leere kalte

01:05:03: weiße

01:05:03: nicht eingerichtete Wohnung des Trauerns war.

01:05:06: Und das ist so ein perfektes Einstiegsbild für den Verlauf der Story aber auch für diesen Vibe und diesen Beat und dieses Mehr.

01:05:12: zufrieden mit sich selbst sein, aber auch ohne nachzudenken trotzdem so alte Muster spüren und die sich lösen spülen.

01:05:18: Von A ich hätte dich fast angerufen aus Gewohnheit nach meiner OP und sich dann selbst erschrecken und dadurch wird dieser Gedankengang ausgelöst.

01:05:25: es ist... Auch dieses sich freier in der Stadt wieder bewegen.

01:05:29: Berlin ist jetzt zum zweiten Mal wieder vereinigt, es auch so ein funny Moment inmitten diese ganzen Gefühle.

01:05:36: und auch halt dieses Simpsons Referenz das halt so sehr konkrete Songwriting wo man sich dann hinsetzt und das googelt und wissen möchte was meint ihr damit?

01:05:43: Das ist auch etwas was einfach einen guten Songwriter ausmacht.

01:05:46: also wie gesagt so konkrete Referenzen aber auch manchmal scheiß egal ob man die direkt checkt Referencen sondern es löst was in einem aus und man will weiter nachforschen.

01:05:55: Und ein Arzt, der das auch hier und da mal in seinen Texten versteckt hat ist MF Doom.

01:06:00: Der dem nächsten wunderbaren Song sein Namen leid, MF DOOM mit Camp weiteres tolles Feature.

01:06:06: also ich habe wirklich at irgendeinen point das gefühl diese Tracklist auf mich zugeschnitten weil es aus so unterschiedlichen Bubbles gezogen wird.

01:06:14: und so hat man diesen österreichischen OG Camp dabei und diese kommen wir mit Grimm auf einem Song der MF Doom heißt.

01:06:21: Ich war gehypt, auf eine andere Art als bei dem Edasmos Feature aber ähnlich intensiv gehyped Und es geht so ein bisschen um den zweiten Karrierewind im Rap Game.

01:06:31: Also man hat das Gefühl der Anfangshype ist weg.

01:06:33: Labels haben vielleicht weniger bis kein Interesse mehr an mir.

01:06:36: Fuck it ich geh in den Untergrund und komm doch mal grime ja oder grimmier zurück, als je zuvor.

01:06:44: Und das ist so ein bisschen gebunden an die Analogie zur MFDUMS-Karriere der kurze Geschichtsstunde nur kurz.

01:06:52: Unter dem Namen ZEVLOVX, unter anderem mit seinem Bruder Subrock ne Crew gegründet hat.

01:06:58: Da seine Anfänge gemacht hat und dann nachdem sein jüngerer Bruder sehr früh verstorben ist... ...dann die Rap-Karriere in den Nagel gehangen nur um halt.

01:07:06: paar Jahre später anonym und mit metallener Maske als MF Doom, als Metalface Doom zurückzukommen... ...und sich im Endeffekt eine der einflussreichsten Untergrundrap Karrieren der USA ever aufzubauen.

01:07:19: Und das sind auch die Referenzen, die sich durch den ganzen Text ziehen, wenn er von Metallgesicht Grimm spricht.

01:07:24: Das quasi eindeutscht oder auch der MF Doom Song One Beer wird referenziert und ich tauche ab wie X. Mein Teil ist ein altes AKA mit dem er abgeschlossen hatte so dass du zur grundlegenden Doom Metapher die aufgemacht wird.

01:07:37: ansonsten macht ihr mir halt einfach aus so Rap-Rap Gesichtspunkten super viel Spaß!

01:07:42: Auch wieder eine tolle Kenji Produktion sehr angriffslustiger Grimm von Mails, von ANAs erzählt und auch dieser Grund.

01:07:51: Das Album ist abgelehnt weil es zu kulturen ist in einer Kultur die man ja eigentlich repräsentieren sollte fördern sollte.

01:07:59: Ist crazy und eine Rap-Industrie, die Raps sein will aber auf Popstars aus ist was jetzt ein sehr alter Vorwurf ist.

01:08:06: Aber ein Vorwurf, den man auch nicht verneinen kann.

01:08:08: gerade aktuell merkt man ab einem gewissen Punkt wenn ein Artes in einem Rahmen stattfindet klingt er halt mehr so wie er klingen soll und auch so augenzwinkende Referenzen an Flair der es auch immer wieder geschafft hat seine Karriere wieder zu beleben das auch Funny is Weil auf Exit von ZM sagt er noch, dass seine persönliche Hölle wäre im Alter... ...von einem Flair noch ein Interviews rum zu brüllen.

01:08:30: Findet natürlich in nem anderen Kontext hier statt aber finde ich halt funny und jetzt nicht zwangsläufig widersprüchlich.

01:08:36: Und der Part von Camp macht mich auch einfach ultra glücklich weil ich halt nach wie vor finde man kann in diesem Subgenre von Nischigem Rap, nicht viel swaggier Rappen.

01:08:46: Also dieses Wörter hinter dem Takt langziehen Referenzen an wiener Kaufhäuser einbauen Der ganze Song ist einfach eine tolle.

01:08:54: und trotzdem finde ich Kannst du vielleicht anders finden Nicht zu altbackende Liebeserklärung An den Untergrund Und das finde ich

01:09:08: toll.

01:09:18: Nee, da würde ich sogar mitgehen.

01:09:19: Ich weiß, worauf du hinaus möchtest.

01:09:21: wenn es zu oldschoolig wird dann wird bei mir immer der Kritiker laut er sagt ja mein Gott okay wir wissen das war cool ist auch immer noch in Ordnung.

01:09:31: So ein ganz, ganz kleines bisschen habe ich das hier tatsächlich auch.

01:09:34: Aber gar nicht so... Der Song, der klingt gut.

01:09:38: Ich fand es auch witzig.

01:09:39: in einem Podcast hat Gremok gesagt, dass er gar nicht so der MFDUM-Connector ist.

01:09:43: also das hat das halt als Symbol genommen für eben genau diese Szene die ihr jetzt halt auch dann darstellt und vor allem auch mit Maske und so.

01:09:51: Das ist ja auch dieses Weitergedachte.

01:09:52: ich tauche wirklich ab an den Untergrund und ich bin da ein großes Symbol für irgendetwas was Fernab vom Mainstream ist wobei man natürlich bei MFdumms im Nachlehr mehr sagen muss.

01:10:02: Big nochmal geworden.

01:10:05: Man sucht sich dann trotzdem so ein Nischen-Ding, aber so nischig ist das von den Verkaufszahlen auch nicht immer.

01:10:10: Ich mag die Kombination, dass er einen Camp dazu holt.

01:10:12: Das passt irgendwie, das ist alles ganz geil!

01:10:15: Ich würde nur als auf der Metaebene Kritikpunkt sagen, dass wir diese Message eigentlich jetzt eben nicht auf dem Oldschool Beat brauchen weil diese Verbindung aus Nische und Oldschooligen Rapbeat... Das ist vielleicht so ein bisschen ausgelutscht, weil ich hab oft das Gefühl dass gerade auf solchen Beats wird mir erzählt wie untergrund man isst.

01:10:33: Weil das ist halt immer dieses Thema und eigentlich ist ja das Spannende bei Grimm diesen Konvention im Rap nicht immer entspricht, dass der ja auch auf sowas wie Mantra eigentlich auf einem modernen Art von Beat und einer ganz individuellen Art zu rappen.

01:10:49: Das ist auch erzählt und vielleicht nochmal ein bisschen spannender erzählt aber es führt halt auch gut so.

01:10:54: dann nie allein weil das ist ja wie so ein kleines happy end.

01:10:57: also erstmal diese Konfrontation mit dem Label, mit Oh Fuck.

01:11:01: Die wollen das nicht mehr machen was ich als Idee habe weil es denen zu kulture ist.

01:11:05: Zu nie allein.

01:11:06: Ich hab meine bubble gefunden.

01:11:08: ich bin jetzt der reffer der ich sein wollte.

01:11:10: ich bin glücklich Mit dem was ich habe auch vielleicht nicht nur mit beziehungen abgeschlossen sondern auch mit früheren hoffnungen von einer noch größeren karriere die wo man halt so Zwischen ganz groß und eher mittelbau ist und jetzt ist man halt einfach in diesem Mittelbau drin und hat da seine Nische gefunden, was auch schwer genug ist.

01:11:29: Weil das ja auch so schön beschrieben mit diesen... Es gibt so ein paar Nischenplätze, aber es sind halt sehr wenige.

01:11:35: Aber er hat seine gefunden und das ist ja auch schon eine Kunst.

01:11:38: Da muss man wirklich sagen in der aktuellen Musiklage klar... ...es gibt super viele Artists die hauen noch immer raus.. ..aber alleine bei denen Artist die wir besprechen wie viele da wirklich aktiv Struggle überhaupt noch Musik machen zu können.

01:11:50: Und dass sich dann mit der Liebe zur Musik schönreden müssen weil nichts anderes irgendwie noch was bringen würde.

01:11:57: Das ist eigentlich schon eine sehr dramatische Begebenheit und eine sehr dramatische Situation.

01:12:02: Und Grim hat's ja nun mal geschafft, da irgendwie einen Standbein zu haben was auch reicht offensichtlich aber auch wenn es halt nicht das ist was es mal war.

01:12:11: Das finde ich hier bei nie allein schön weil gleichzeitig dieses Ey ihr kommt zu den Shows.

01:12:15: Es ist geil wir haben Spaß Wir sind ein kleiner Haufen aber der Haufen ist sehr aktiv und so empfindigt es auch auf dem Konzert.

01:12:21: So empfindet es aber auch so im Ganzen rundherum Weil er hat sich irgendwie einen Namen gemacht und das ist eine lange Zeit, wie er dann ja auch rappt.

01:12:28: Also schöner Song so Richtung Ende sehr versöhnlich.

01:12:31: Ich finde es wirklich an dem perfekten Zeitpunkt des Albums.

01:12:34: also was auf Imperium die Fahrt in den Sonnenuntergang war ist hier schon ein bisschen früher eingeleitet eigentlich fast schon von MF Doom her vom Vibe spätestens hier dieser Zeitpunkt also auch dieses auch auf diesem Magda Marco Sample produziert von Noni der das wirklich ...

01:12:53: Ich hab's

01:12:53: jetzt nicht genau die Spuren nebeneinander gelegt und geguckt, wie die Frequenzlage da auf dem Original-Song ist.

01:13:00: Aber es klingt geil wuchtig und saftig!

01:13:03: Und ihn da so über diesen chilligen Teppich reinkommen zu hören... ...ist einfach genau der Vibe, der sein soll und dieses... Jetzt bin ich der Rapper, der ich sein wollte, das ist auch als Einstieg ein Statement.

01:13:14: und gerade für jemanden, der nach außen hin sehr zerdenkend, auch sehr selbstkritisch wirkt Ist das einfach was Schönes, dass sagen zu können und auch ein gewisses Standing in einer Bubble zu haben.

01:13:26: Leute kommen zu meiner Solo-Tour... Ich verkaufe Shows nicht nur in großen Städten aus.

01:13:31: also Hannover war auch ausverkauft so Und es verkauft sie sogar ein bisschen besser als auf der Tour davor und es wird sicherlich auch einen Grund haben.

01:13:39: zweite Tour auch noch in einem Jahr spielt und zum letzten allem auch glaube ich zwei gemacht hat.

01:13:44: Und so ist natürlich auch Gang und Gebe, aber innerhalb eines Jahres.

01:13:46: so offensichtlich muss man halt mehr Touren in der Größe um das in dieser Gesamtlage in der wir uns befinden aufrecht halten zu können.

01:13:54: Aber das ist ein bisschen geiles Statement und natürlich wird es auch augenzwinkernt und weiterhin auf chillig angriffslustig wenn er den Part End lässt mit Coverdruhig Crazy Frog, ich sample Magda Marco bringt den Crazy Frog zurück mal ein bisschen ein, warum das das treffende Bild auch schon auf dem Song war.

01:14:12: Weil große Teile der Szene bringen einfach jeden trashy neunziger oder Y to K Hit zurück auf eine neu aufblickte Rap Version.

01:14:20: und da ist er und auch dieser Song irgendwie ein schöner Gegend.

01:14:23: entwurf einmal weil ein guter Song ist, aber auch weil es zeigt man kann auch organisch mit Samples umgehen und mit Referenzen ohne dass es sich wie hinterher jagen hinter dem Zeitgeist anfühlt.

01:14:34: Und er trifft hier einen guten Grad.

01:14:36: den Song nicht zu überheblich rüberkommen zu lassen und vergessen zu lassen wo man herkommt.

01:14:42: das ist ja auch ein Rap Thema dieses Wie viel kennst du den Charts?

01:14:45: Mit Moor unter den Fingernägeln also auch wieder ... auf dem nächsten Release, auf dem fünften Album.

01:14:50: eine geile Variante... ... dieses Land Frosch Moor Sumpf Ding zurückzuholen.

01:14:57: Und halt diese.

01:14:58: allein die Formulierung der letzten Line ich komme in eure Stadt und ihr entscheidet euch dahin zu gehen ist so ne simple komplett gänzlich frei von Ironie und dem Sakasmus dir das ganze Abend durchzieht ... Howls im Art, einfach auch unironisch und simpel seine Dankbarkeit zu zeigen.

01:15:13: Und auf dem Album passiert so viel Weirdes... ...und da ist das ein sehr klarer schöner Satz und ein schönes rundes Ende.

01:15:20: Ich weiß nicht wie es dir ging aber vielleicht fragt man sich hier auch warum kommt jetzt noch ein Song?

01:15:24: Weil das so ein schöner Rausgeher war an dem Punkt!

01:15:27: Vielleicht geht's dir da ähnlich.

01:15:45: Ja, also ich finde in dem letzten Drittel fühlt es sich immer so an als wäre ein Song zu viel.

01:15:51: Ich würde aber nicht mal sagen das ist der Letzte, probischerweise.

01:15:54: Ich weiß auch gar nicht vielleicht ist es MF Doom, fände ich aber zu hart weil ich kann's wirklich nicht genau ausmachen da war einer fühlt sich zuviel an Aber natürlich ist die Frage schon noch offen.

01:16:04: er hat jetzt seine Karriere wieder geklärt Er weiß wo er steht in der Musikindustrie er hat auch diese Trennung überwunden und hat einen Neuanfang gefunden.

01:16:14: was machen wir mit der Weltlage.

01:16:15: Weil das ist ja nun mal schon das große Thema, was zu Beginn des Albums rausgebrüllt wird und Break the Law hat dann vielleicht nicht unbedingt den Ansatz, den alle so gerne hören wollen gerade aus der Szene die Grimm auch aktiv hört weil ich würde sagen es ein Rapper aus der linken Szene.

01:16:34: aber man merkt schon eigentlich fast von Album zu Album dass Nicht dass er nicht links ist, aber das er vielleicht nicht mit jeder Theorie mitgeht und das vielleicht auch gar nicht aktiv so spannend findet.

01:16:46: Das ist jetzt ein sehr heikles Terrarer würde ich fast schon sagen.

01:16:49: Aber mir kommt es schon so vor als würde er jetzt... Er überhört das natürlich mit diesem Ja Ich bin dumm!

01:16:54: Na ja dann fahr' ich heute mit Jackie Cola rein, aber es ist eben für mich auch so ein Bild von Ich höre jetzt einfach mal auf, mir über jeden Scheiß Gedanken zu machen.

01:17:03: Weil ich struggle eh schon mit allem so sehr und alles ist so kompliziert und offensichtlich hab' ich auch nicht in der Hand was gerade in Ländern passiert Und auch in meinem eigenen Land auch nur eine von wie viele Millionen Stimmen.

01:17:15: Es geht auch im Kern darum dass man glücklich wird mit dem wie man lebt.

01:17:20: Das klingt kitschig aber das ist super schwer.

01:17:22: Also es ist superschwer glücklich zu sein wenn man zehn Minuten Nachrichten guckt oder irgendwas macht.

01:17:28: Und das soll jetzt auch kein Aufruf sein von wegen Hörd auf Medien zu konsumieren und informiert euch nicht, nee man muss schon in.

01:17:32: also aus meiner Sicht sollte man schon informiert sein und auch eine Haltung haben.

01:17:36: aber vielleicht ist dieses nur im Theorienleben und in seiner Bubble seinen drei vier Leuten dann immer wieder die gleiche Idee von so muss unser Staat aussehen?

01:17:46: Dann wird es uns allen besser gehen!

01:17:48: Vielleicht ist das halt auch ein bisschen hirnrissig weil man niemals Menschen auch nur eine Straße weiter damit erreichen würde.

01:17:55: Und das ist ja einfach in den meisten Fällen so.

01:17:58: und gerade wenn ein Artist sich so doll mit Dorf- und Stadt generell mit dem Leben in so unterschiedlichsten Lebensrealitäten befasst, dann kommt da auf meiner Sicht irgendwann auch der Gedanke dass man merkt nicht jede Bubble in der ich war die vermeintliche clevere Ideen hat die sie auch zurecht hat und sind ja auch im Kern gut.

01:18:16: Also irgendwie fehlt halt dann oft der Gedanke, ja wir erreichen Leute aber nicht.

01:18:20: Weil die halt andere Probleme haben als wir.

01:18:22: und das finde ich zeigt dieser Song ganz gut dass es ist keine Lösung die hilft.

01:18:27: aber er hat ja schon zu Beginn festgestellt Es gibt keine Lösungen die hilft.

01:18:30: es gibt auch nichts über Natürliches was uns hilft.

01:18:32: Wir müssen irgendwie hoffen vielleicht diese Mitternacht überstehen oder was auch immer Vielleicht auch nicht Aber zumindest ist der Ansatz.

01:18:40: bis dahin lebe ich jetzt hier mein Geiles Nischenartes-Ding, weil das hab ich gefunden.

01:18:45: Und im Privaten geh ich dumm, wenn ich dummen gehen will und wenn nicht, las sich's halt.

01:18:51: Aber ich geb locker und brech vielleicht auch mal auf spaßig ein Gesetz.

01:18:55: Weil es ist wurscht ... Vielleicht beleide ich auch mal Wolfgang M. Schmidt und drohe ihm was an und stelle dann in dem Podcast fest, dass ich den anderen Typen meinte.

01:19:04: Ist doch ulkig!

01:19:04: Find ich geil.

01:19:06: Ich versteh, man kann den kritisieren.

01:19:09: Definitiv.

01:19:10: Aber irgendwie finde ich das ein nettes Angebot für okay, wir fahren mal alle ein bisschen runter und lassen die Theorie einfach dann noch mal stecken weil wahrscheinlich werden sie nicht anwenden können aber doch kämpft weiter.

01:19:21: ihr wisst schon ja

01:19:22: auch also auch unabhängig davon glaube ich sobald man sich in linken kreisen bewegt hat mein mindestens eine hand vor leute kennengelernt die sich sehr viel mit theorie beschäftigen und richtige baster sind ... mindestens für die Leute.

01:19:37: So rumgedribbelt, aber was recht?

01:19:38: Ist

01:19:39: das ein sehr guter Song!

01:19:40: Ja ich fand... Ich hab mich mit dem am Anfang halt ein bisschen schwergetan, weil er halt wie gesagt der Rausgeher aus Nie allein so harmonisch und hohes um ist und auch in... Schöner Sonnenuntergang, Fahrmoment.

01:19:51: Und der jetzt erst mal wieder mit so einem gägigen Intro beginnt, wo jemand mit einem Roller oder irgendwas auf dem G-Weg fährt.

01:19:58: was einen wieder in so ein geggiger Modus versetzt weiß ich vielleicht erst mal, aber spätestens mit den ersten paar Lines hat er mich auch wieder ... lachend gehabt einmal mit den tesla jailbraken was hoffentlich auch nur oder mir egal eigentlich aber für mich eine Referenz ist an den großartigen injury reserve amine song jaybreak the tesla shout out.

01:20:20: Und direkt danach weitermachen mit schlecht gelaunt durch die nacht zu rollen wie leena und casper.

01:20:25: diese referenz wird mich auf immer zum Lachen bringen, egal in welchem Kontext.

01:20:29: Da war ich schon wieder am Schmunzeln!

01:20:31: Man nickt nett mit und feiert den.

01:20:34: Merkt auch an der Produktion wie versatile so ein Silker-Soft ist.

01:20:37: also was da an unterschiedlichen großen und kleinen Welten auf dem ganzen Albums crazy draufgemacht wird.

01:20:44: Und wie du sagst damit rauszugehen Mit früher habe ich trockene Theorie gelesen.

01:20:49: Heute bin ich glücklich wie ein Hund weil ich am Leben bin Was auch noch mal schöne Callbacks zum Album sind Toten Listenhund, der vermutlich nicht mehr so glücklich ist.

01:20:59: Und der ja auch als dumm bezeichnet worden ist auf dem Song.

01:21:02: Also jetzt ideenloser instinktgetriebener Trottel im Endeffekt?

01:21:07: Natürlich gibt es was in der Mitte zwischen Instinkt getrieben und nur Theorielesen.

01:21:13: Aber wie gesagt das kann jeder für sich selbst entscheiden, wie man das auslegt.

01:21:16: aber ich fand's einfach ein schönes Statement eigentlich und so hab' ich quasi auch meinen Friedenklingels damit erzählt... Mega unzufrieden mit dem Ende gewesen, aber so.

01:21:25: Es ist eigentlich nur eine Erweiterung, dass sich mit sich selbst einfinden und mit gewissen Sachen in der Vergangenheit abschließen... ...und zufriedener sein.

01:21:34: Und wem gönnen wir das mehr als unserem Grimmie?

01:21:53: Schöne letzte Worte!

01:21:55: Damit auch wir zufrieden sind wäre es lieb wenn der diesem podcast also erst mal supportet im sinne von bewertet den doch gerne mal weil hilft uns sehr gesehen zu werden.

01:22:06: und natürlich kann man sich auch fragen ja wollt wenn ihr gesehen werden wollt vielleicht nicht jedes nie schon einmal besprechen aber dafür sind wir doch da.

01:22:13: wir wollen noch auch in die nische.

01:22:14: wir wollen auch dem platz in der nische da sind wir.

01:22:18: könnt ihr uns bei Helfen in dem ihr uns bewertet und das vielleicht auch einfach mal euren viel Lieblingsfreuden schickt, die das dann hören wollen.

01:22:25: Und sich da auch Gedanken zu machen und vielleicht auch kommentieren.

01:22:28: Wer uns finanziell unterstützen möchte, der kann es über verschiedene Wege tun – über Patreon oder Steady.

01:22:33: Da kann man auf zwei Uhr dabei sein, kriegt noch mehr!

01:22:36: Grimm und Co.

01:22:38: in unterschiedlichsten Gesprächen.

01:22:40: Und man kann immer noch unser Merch kaufen, das sind Shirts & Zip Hoodies.

01:22:45: der Link ist in der Beschreibung und damit unterstützt man uns natürlich auch sehr!

01:22:50: Jetzt zum großen Fazit was ich versuche kurz zu halten weil die Folge schon sehr sehr lang ist... Hä?

01:22:55: Ich finde das ein fantastisches Album.

01:22:57: es ist ein weiteres sehr sehr gutes Grim Album und ich könnte das Gefühl sogar mein Liebstes werden.

01:23:03: Weil es so wahnsinnig viel abdeckt und weil ich glaube an dem Zeitpunkt wo jetzt bin, von dem wie die Welt wahrnehme.

01:23:11: aktuell trifft das noch mal mehr als dieses letzte ZM-Album was auch schon so dystopisch war aber da wars halt noch so.

01:23:18: ja okay die Pandemie hat unfassbar rein.

01:23:20: Ich check gar nichts mehr Aber gerade ist es nicht mal etwas... Unnatürlich ist passiert und trotzdem ist alles scheiße.

01:23:27: Und das trifft er hier richtig gut, wir haben über hunderttausend Bilder gesprochen, die sind da auch alle noch drin.

01:23:33: Einzige Dinge ich finde am Ende ist irgendwie ein Track Gefühl zu viel um zu wissen welches es ist.

01:23:39: Natürlich ist mit dem Listenhund von der Platzierung schon gewagt aber wieso denn nicht?

01:23:44: Es ist ein fantastisches Album, ich find' alles toll!

01:23:47: Ich bin immer froh wenn Grimm released und ich mich da reinnörden kann.

01:23:53: können und dass trotzdem noch Sachen auf der Strecke geblieben sind, safe.

01:23:58: Zeugt davon wie viel Kreativität da drin schickt?

01:24:01: Wie viele texterische Finesse eines der besten Texta-Genre übergreifend dieses Landes?

01:24:07: Ich habe es gesagt... Was wollt ihr machen?

01:24:10: Es ist so in der Intensität, in der Radikalität, In der Drastigkeit dieser Bilder.

01:24:17: ich finde die Feature Liste, wie schon gesagt aber auf den ersten Blick war ich so dega zehn von zehn.

01:24:23: Echt nur so Kleinigkeiten, die mich auf dem Album ein bisschen stören.

01:24:25: Hab ich auch gesagt vielleicht die eine oder andere Hook... ...oder eine Sache, die ein bisschen den Flow stört.

01:24:29: aber sonst habe ich an jedem Song Spaß bis grauen.

01:24:34: Grauenvollen Spaß!

01:24:35: Und ja bin einfach froh dass wir diesen Artist haben.

01:24:38: und geh auch soweit Ich mein Bauchgefühl aktuell man muss sich bestimmt dann nochmal durchhören ist glaube ich Lieblings Grimm Release.

01:24:45: Einfach von der Vielzahl unterschiedlichen Vibes und Produktionen die da stattfinden auch crazy ProducerInnenliste mit Josie, Kenji, Silkersoft, Noni, You Name It und finde auch das Intro sehr stark.

01:24:57: Einfach also die ersten drei Songs und den Weg rauszugehen.

01:25:01: Sehr stark!

01:25:02: Und rundes Ding... Die ganzen Connections.

01:25:05: unter den Songs haben wir auch darüber geredet, können wir schon da noch mehr?

01:25:08: Connections finden.

01:25:09: So sollte es doch sein!

01:25:11: Vielen vielen Dank fürs Zuhören, fürs so lange dabei sein und sich das ganze Jahr anhören.

01:25:15: eure Meinung gerne in die Kommentare bis zum nächsten mal wo ein weiteres Deutschrap Release auf uns wartet um zwar die B-Seite von Dizzy.

01:25:23: Danke fürs zuhören Tschüss.

Über diesen Podcast

»Man spricht viel zu selten wirklich über Musik!« So ungefähr lautete der Grundgedanke als Jan und Eric den Favourite Worst Cast ins Leben gerufen haben. Im Podcast besprechen die beiden Track-by-Track die spannendsten Releases, die der Musik-Kosmos zu bieten hat. Viel Rap, aber auch nischigen Indie und großen Pop - Hauptsache Musik, die etwas in ihnen auslöst. Und genau darüber tauschen sich die beiden im FWC aus. Manchmal akribisch analysierend, manchmal sehr emotional und reflektierend - aber immer mit Ohr fürs Detail. Ein Podcast für alle, die sich in Zeiten kürzer werdender Aufmerksamkeitsspannen gerne Zeit für Musik nehmen.

von und mit Eric Blache & Jan Klefisch | Favourite Worst Cast | Album Reviews, Interviews, Festival Recaps zwischen Deutschrap, Indie, Pop & Post-Punk

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